Aktien Frankfurt Ausblick: Verluste drücken Dax wohl an sein Vortagstief
Am deutschen Aktienmarkt zeichnen sich am
Dienstag nach dem schwachen Wochenauftakt weitere Verluste ab. Gut
eine Stunde vor dem Auftakt signalisiert der X-Dax
für den Dax einen 0,5 Prozent niedrigeren Auftakt bei
25.188 Punkten. Damit droht der Leitindex knapp unter sein
Vortagstief zu sinken. Als wichtige Unterstützung wird neben der
25.000-Punkte-Marke das bisherige Oktober-Tief von 24.792 Zählern
angesehen.
Charttechnisch wackelt der jüngste Chartausbruch aus dem
Korrekturtrend, der Ende August mit dem Rekord eingeleitet wurde.
Die kurzfristig relevante Indikatorlinie des 21-Tage-Durchschnitts
stand schon am Vortag auf der Kippe und droht nun unterschritten zu
werden. Laut der Helaba sind neben den hohen Energiepreisen auch
Unruhen in europäischen Städten und steigende Anleiherenditen als
belastende Faktoren zu nennen.
Der US-Technologieindex Nasdaq 100 hatte sich am
Vorabend zwar etwas stabilisiert nach seinem jüngsten Rutsch, doch
in Asien ging es nun wieder abwärts. Besonders schwach zeigte sich
einmal mehr der von Samsung und SK Hynix
geprägte südkoreanische Kospi . Dies
könnte sich auch in Europa und den USA wieder belastend auf den
KI-und Halbleitersektor auswirken, der bei Anlegern zuletzt schon an
Vertrauen verloren hat. Infineon -Titel gaben
vorbörslich schon einmal um fast drei Prozent nach.
Die Aktien von Eon , die in unruhigen Zeiten
defensiven Charakter besitzen, könnten am Dienstag nach einem
Medienbericht vom Vortag einen Blick wert sein. Ein Händler verwies
hier auf das "Manager Magazin", das bei dem Energiekonzern von einem
Sparprogramm namens "Polaris" berichtet. Der Börsianer sah in den
damit verbundenen möglichen Einsparungen eine Chance auf eine
zunächst positive Kursreaktion. Vorbörslich bewegte sich der Kurs
aber mit dem Markt im Minus.
Steigende Marktzinsen sind schon länger ein Problem für
Immobilienunternehmen, unter denen Vonovia ein neues
Tief seit 2023 droht. Relativ stark sank in diesem Sektor der
vorbörsliche Kurs von LEG , nachdem die US-Bank Morgan
Stanley ihr Votum auf "Underweight" gesenkt hatte.
TAG Immobilien schlug sich auf der Plattform
Tradegate besser nach einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs. Der
Wachstumsmotor Polen verhelfe den Hamburgern zu einer
branchenführenden Gewinndynamik, schrieb Jonathan Kownator am
Dienstag. Zudem lobte er die Rendite und die geringen Leerstände im
deutschen Immobilienbestand./tih/mis