Wiener Börse - ATX verliert 0,8 Prozent / BAWAG nach Zahlen schwach - Steyr Motors nach Übernahmeangebot 20 Prozent im Plus
--------------------------------------------------------------------- AKTUALISIERUNGS-HINWEIS Neu: ATX Prime im ersten Absatz sowie Details und Hintergründe zu einzelnen Aktien ab dem zweiten Absatz ---------------------------------------------------------------------
Die Wiener Börse hat am Montag mit Verlusten geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem Minus von 0,77 Prozent und 6.506,54 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime fiel um ebenfalls 0,77 Prozent auf 3.194,93 Zähler. Auch an anderen Börsen in Europa ging es zum Wochenauftakt nach unten. Für Zurückhaltung an den Märkten sorgten weiter die Ängste vor einer weiteren KI-Aktienkorrektur sowie Ölpreisanstiegen und Inflation.
Zu den Aktien im Fokus zählten in Wien BAWAG, die nach der Vorlage von Ergebnissen um 2,8 Prozent nachgaben. Die BAWAG hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 mehr eingenommen und mehr Gewinn erzielt. Der Nettozinsertrag wuchs gegenüber der Vorjahresperiode um 7 Prozent auf rund 1,47 Mrd. Euro, der Provisionsüberschuss stieg um 11 Prozent auf 302,1 Mio. Euro, wie das Geldhaus mitteilte. Unterm Strich stand ein Gewinn von 734,8 Mio. Euro, um 17 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Die Ziele für das Gesamtjahr wurden bestätigt.
Die Erste Group schrieb in einem Kommentar von "soliden Ergebnissen für das dritte Quartal, weitgehend im Rahmen der Erwartungen". Die Verluste der BAWAG-Aktie nach Meldung der Zahlen führen sie auf das europaweit schwache Umfeld für Bankaktien zurück. Zudem könnten Unsicherheiten rund um die von der BAWAG geplanten Übernahme der irischen PTSB auf den Aktien lasten, so die Experten.
Bankaktien fanden sich am Montag europaweit auf den Verkaufslisten der Anleger. Unter den weiteren im ATX schwer gewichteten Bank-Titeln büßten RBI 1,2 Prozent an Wert ein. Erste Group-Titel legten gegen den Branchentrend 0,2 Prozent zu.
Größere Verluste sahen im ATX auch CA Immo und Lenzing und verloren 3,2 bzw. 2,2 Prozent. An der Spitze der wenigen Gewinner im Index lagen OMV mit einem Plus von 0,9 Prozent.
Steyr Motors nach Übernahmeangebot 20 Prozent im Plus
Abseits der ATX-Werte sprangen die Aktien von Steyr Motors nach einem Übernahmeangebot um 20 Prozent nach oben auf 36,62 Euro. Der US-Drohnenentwickler Red Cat Holdings will den heimischen Motorenherstellers übernehmen und hat ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien vorgelegt. Der Angebotspreis soll 39,00 Euro je Steyr-Aktie in bar betragen, wie das US-Unternehmen Montagfrüh mitteilte.
Wichtige Konjunkturdaten wurden am Montag nicht veröffentlicht. Im Wochenverlauf dürften sich die Blicke der Marktteilnehmer dann auf wichtige Stimmungsindikatoren aus Deutschland und der Eurozone richten, schreiben die Analysten der Helaba in ihrem Tagesausblick. Angesetzt sind etwa die ZEW-Salden sowie Einkaufsmanagerindizes.
Für Impulse könnte im Wochenverlauf auch die gerade angelaufene US-Berichtssaison sorgen. Mit Spannung erwartet werden zudem die in den kommenden Wochen angesetzten Zinsentscheidungen der EZB und der US-Notenbank Fed.
ste/mik
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