Bundesregierung fürchtet kein Übergreifen der Proteste aus Frankreich
Die Bundesregierung fürchtet nicht, dass die teils gewaltsamen Proteste in Frankreich zu einer Welle in ganz Europa und Deutschland führen werden. "Diese Sorge teilen wir nicht", sagte ein Regierungssprecher in Berlin auf die Frage, ob die Bundesregierung mit einer paneuropäischen Mobilisierung rechne.
In Frankreich gibt es seit Wochen Proteste. In den vergangenen Tagen kam es dabei in einigen Städten zu massiven gewaltsamen Ausschreitungen. Am Wochenende setzten Demonstranten unter anderem das Rathaus in der zentralfranzösischen Stadt Limoges in Brand, das Gebäude stürzte ein. Zahlreiche Menschen wurden bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten verletzt, darunter auch Jugendliche. Es kam zu Plünderungen.
Die Proteste begannen mit Schülern, die gegen Lehrermangel und schlechte Lernbedingungen auf die Straße zogen und Schulen blockierten. Mittlerweile geht es auch um die hohen Lebenshaltungskosten und Kritik an der politischen Führung.
Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte in Berlin, man blicke mit großer Sorge auf die gewaltsamen Entwicklungen im Nachbarland. Die Reise- und Sicherheitshinweise für Frankreich seien angepasst worden. "Das Auswärtige Amt rät Reisenden zur Umsicht und dazu, sich von Demonstrationen fernzuhalten." Berechtigte Anliegen könnten friedlich vorgetragen werden. Aber natürlich habe Gewalt "in unseren Demokratien auf der Straße keinen Platz", betonte die Sprecherin./wum/DP/stk
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