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Reiche will Aufbau von Wasserstoffmarkt beschleunigen

Angesichts vieler Unsicherheiten will Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) den Aufbau eines Wasserstoffmarktes beschleunigen. Das Ministerium legte dazu ein Paket aus zehn Maßnahmen vor. Sie sollten neue Impulse setzen, um den Aufbau des Wasserstoffmarktes pragmatisch und realistisch voranzubringen, teilte das Ministerium in Berlin mit.

Der Einsatz von Wasserstoff soll im klimaneutralen Wirtschaftssystem der Zukunft neben Ökostrom eine zentrale Rolle spielen. Noch ist Wasserstoff aber zu teuer. In einem Papier des Wirtschaftsministeriums heißt es, der Aufbau des Wasserstoffmarktes verzögere sich gegenüber bisherigen Erwartungen. Die Herstellungskosten für erneuerbaren beziehungsweise kohlenstoffarmen Wasserstoff lägen noch deutlich über den Preisen für fossile Alternativen.

Förderung der Produktionsumstellung geplant

Zu den vorgelegten Maßnahmen gehört, dass der Einsatz von Wasserstoff durch "Differenzkostenverträge" gezielt gefördert werden soll. Mit solchen Verträgen sichert der Staat bei der Umstellung von Unternehmen auf emissionsarme Produktionsverfahren einen Teil des Risikos ab. Das Ministerium startete für das Förderprogramm die Ausschreibung 2027.

Das Wirtschaftsministerium will zudem für die Umstellung von Kraftwerken auf Wasserstoff einen Anreiz schaffen und sich auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass "zu rigide Kriterien" geändert werden. Außerdem heißt es, Wasserstoff müsse in großen Mengen importiert werden, dazu arbeite das Ministerium an strategischen Partnerschaften.

Zudem solle die Nutzung von kohlenstoffarmem Wasserstoff ermöglicht werden, der aus Erdgas gewonnen wird. Dies wird als "blauer" Wasserstoff bezeichnet. Langfristig soll vor allem klimaneutral erzeugter Wasserstoff zum Einsatz kommen, der auch als "grün" bezeichnet wird./hoe/DP/mis

AXC0127 2026-10-19/13:01

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