Aktien Europa: Schwacher Wochenstart - Doch Tech-Titel stabilisieren sich weiter
Europas Börsen haben am Montag einen
schwachen Wochenstart hingelegt. Gegen Mittag sank der EuroStoxx 50
um 0,98 Prozent auf 6.144 Punkte. Damit setzte der
Leitindex der Eurozone seinen Schaukelkurs fort.
Der Schweizer Leitindex SMI zollte seinem Höhenflug
der vergangenen Tage etwas Tribut - er verlor 0,49 Prozent auf
14.321 Punkte. Ähnlich sah es beim britischen FTSE 100
aus, der um 0,91 Prozent auf 10.783 Punkte nachgab.
Der französische Cac 40 büßte angesichts der
anhaltenden Proteste deutlichere 1,31 Prozent auf 7.852 Punkte ein.
Damit steht die jüngste Erholung auf der Kippe. Präsident Emmanuel
Macron versprach am Wochenende ein Eingehen auf die Nöte der
Bevölkerung, allerdings ohne konkrete Zusagen zu machen. Ein Thema
der Massendemonstrationen am Samstag waren die hohen
Lebenshaltungskosten.
Im marktbreiten Stoxx Europe 600 hielten sich die
Technologiewerte mit einer weiteren Stabilisierung
noch am besten. Sie hatten schon am Freitag der anhaltenden Talfahrt
der US-Tech-Börse Nasdaq getrotzt.
Auch dort ist inzwischen aber Besserung in Sicht - "weil Anleger
nach dem Ausverkauf wieder zugreifen", wie Marktanalyst Maximilian
Wienke vom Broker etoro schrieb. "Die Erholung bleibt jedoch
anfällig", warnte er. "Anleger hinterfragen, ob die hohen
Investitionen in KI-Infrastruktur ausreichend Rendite bringen."
Am stärksten unter Druck standen zu Wochenbeginn die Aktien von
Banken , Rohstoff- und Autounternehmen
.
Außerhalb der großen Indizes verloren die zuletzt erholten Titel von
Lindt & Sprüngli 0,9 Prozent. Damit hielt sich die
Kursreaktion auf den Rauswurf von Unternehmenschef Adalbert Lechner
nach zwei Umsatzwarnungen binnen eines Jahres in Grenzen. Vor zwei
Wochen hatten die Aktien des Schokoladenherstellers den tiefsten
Stand seit sechs Jahren markiert./gl/jha/