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Frankreichs Premier: Gezielte Ausschreitungen gegen Machtzentren

Die massiven Ausschreitungen in Frankreich haben laut Premierminister Sébastien Lecornu die Schaltzentralen des Landes zum Ziel gehabt. "Es ist offensichtlich, dass die Machtzentren in Paris ins Visier genommen wurden: der Élysée-Palast, der Regierungssitz, die Nationalversammlung", sagte Lecornu nach einer Krisensitzung der Regierung am späten Abend. Er prangerte ein "entsetzliches Ausmaß an Gewalt" an.

Landesweit hatten am Samstag in Frankreich Hunderttausende protestiert, dabei kam es teils auch zu Ausschreitungen. Lecornu zufolge wurden 1.200 Menschen festgenommen.

Die Polizei habe sich den ganzen Tag über "einer besonders gewalttätigen Ultralinken" gegenübergesehen, "einer sehr gut organisierten, undurchsichtigen Gruppe, die methodisch versuchte, Eigentum, Personen, aber auch die Institutionen der Republik anzugreifen", sagte Lecornu. Es handle sich "um ein politisches Manöver, das Gewalt billigt". Er betonte: "Wir lassen uns davon nicht einschüchtern."

Justizminister Gérald Darmanin sprach von "Ausschreitungen von beispiellosem Ausmaß, die auch derzeit noch andauern". Er habe "alle Generalstaatsanwälte und Staatsanwälte erneut aufgefordert, eine äußerst entschlossene juristische Reaktion zu zeigen, die der Gewalt, die unser Land heimgesucht hat, angemessen ist", erklärte der Minister./evs/DP/zb

AXC0006 2026-10-18/11:06

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