Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Verlusten / Gegenbewegung nach den Vortagesgewinnen
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Freitagnachmittag mit Verlusten gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um 5 Basispunkte auf 3,68 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 26 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,12 Prozent auf 121,47 Punkte.
Anleihen zeigten damit eine Gegenbewegung nach den deutlichen Zuwächsen am Vortag. Da hatte die Sorge, dass die steigende Fremdfinanzierung im KI-Bereich womöglich nicht nachhaltig sei, die Anleger in sichere Anlagehäfen getrieben. Auch robuste US-Konjunkturdaten hatten die Anleihekurse vor diesem Hintergrund kaum belastet. "Die Bedenken im Zusammenhang mit dem KI-Wachstum überwogen weiterhin den Preisdruck hin zu steigenden Renditen", merkten die Marktstrategen der Deutschen Bank an.
US-Konjunkturdaten passten am Freitag in das jüngste Bild einer robusten US-Konjunktur mit hohem Inflationsdruck, hatten jedoch kaum Einfluss auf das Handelsgeschehen. So stieg die Industrieproduktion im September stärker als erwartet, während die Importpreise deutlich anzogen.
In der Nacht hatte Fed-Chef Kevin Warsh bereits klargestellt, dass er keine Signale über den zukünftigen geldpolitischen Kurs geben wird. Das Ausbleiben falkenhafter Äußerungen deuteten jedoch einige Marktteilnehmer als Hinweis, dass die Fed bei der Sitzung Ende Oktober eine Zinspause einlegen dürfte. Zur Wochenmitte hatte eine unerwartet hohe Inflation in den USA noch die Sorge vor steigenden Leitzinsen befeuert.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,22 3,18 0,04 12 5 Jahre 3,44 3,39 0,05 23 10 Jahre 3,68 3,63 0,05 26 30 Jahre 4,05 3,99 0,06 25
spa/mik