Die UBS weckt angesichts des
Streits um die verschärften Kapitalvorschriften offenbar
Begehrlichkeiten im Ausland. So hat laut der "Financial Times" die
britische Regierung versucht, die Großbank zu einem Umzug ihres
Hauptsitzes und ihrer Börsennotierung nach London zu bewegen. Die
frühere britische Schatzkanzlerin Rachel Reeves habe die Möglichkeit
eines solchen Schritts mit UBS-Verwaltungsratspräsident Colm
Kelleher erörtert, berichtet das Blatt am Freitag unter Berufung auf
mit den Gesprächen vertraute Personen. Das jüngste Treffen habe
Anfang 2026 stattgefunden. Die UBS und Reeves lehnten gegenüber der
Zeitung eine Stellungnahme ab. Das britische Schatzamt reagierte
nicht auf eine Anfrage.
Die Gespräche zeigen, wie ausländische Regierungen versucht haben,
die größte Schweizer Bank für sich zu gewinnen, folgert das
Finanzblatt. Die Gespräche zwischen Reeves und Kelleher
verdeutlichten zudem, wie sehr sich Labour seit der
Regierungsübernahme 2024 um internationale Unternehmen bemüht habe.
Bei einem Umzug wäre die UBS laut dem Blatt das viertgrösste
Unternehmen im Börsenindex FTSE 100 . Die Bank sei in
Großbritannien bereits stark vertreten und beschäftige dort rund
8.000 Mitarbeitende in den Bereichen Investmentbanking,
Vermögensverwaltung und Asset Management./ra/to/AWP/jha