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Wiener Börse - Internationaler Tech-Ausverkauf belastet ATX / Sorge vor untragbarer Fremdfinanzierung im KI-Bereich - AT&S sacken um 12 Prozent ab - VIG nach Prognoseanhebung gesucht

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Tiefrote internationale Tech-Vorgaben haben auch den ATX am Donnerstag in Mitleidenschaft gezogen. Zum Handelsende lag der österreichische Leitindex 1,67 Prozent im Minus auf 6.508,55 Punkten. Er verteidigte damit immerhin die runde Marke von 6.500 Einheiten, die er im Verlauf erstmals seit Anfang August wieder unterschritten hatte. Der ATX Prime büßte 1,67 Prozent auf 3.195,97 Zähler ein.

Damit schnitt der hiesige, stark von zyklischen Unternehmen geprägte Aktienmarkt auch im europäischen Vergleich sehr schwach ab. Marktbeobachter sprachen von einer breiteren Risk-Off-Bewegung an den internationalen Finanzmärkten. Technologiewerte und andere Aktien mit KI-Bezug gerieten angesichts erhöhter Zinsanhebungserwartungen in den USA und den Sorgen vor ausufernden Finanzierungskosten teilweise massiv unter Druck. Ausgelöst wurden die jüngsten Sorgen zur Wochenmitte von einem überraschend kräftigen Anstieg der US-Inflation im September.

"In Bezug auf die Katalysatoren stehen mehrere Namen, die am stärksten von KI betroffen sind, bereits seit einigen Tagen unter zunehmendem Druck", schrieben die Marktstrategen der Deutschen Bank. Dies habe sich nun auf weitere Unternehmen mit hohem CAPEX-bedingten Finanzierungsbedarf ausgeweitet. Gleichzeitig zeige die weitgehende Rücknahme der nach den US-Inflationsdaten aufgebauten Zinserhöhungserwartungen, wie dominant KI- und Kreditrisiken derzeit für die Märkte sind. Anleger zweifelten zunehmend daran, dass die Fed trotz der hohen Inflation tatsächlich weitere Zinsschritte beschließen würde.

Europaweit standen Technologieaktien vor diesem Hintergrund stark unter Druck. Im ATX knickten die hochvolatilen AT&S-Papiere um rund zwölf Prozent ein und markierten den niedrigsten Stand seit rund einem Monat.

Dagegen kletterten VIG um 3,8 Prozent an die Spitze des Leitindex. Der Versicherer hatte mit Verweis auf eine über den Erwartungen liegende Geschäftsentwicklung sowie die erstmals vorliegende Einschätzung des Ergebnisbeitrags der Nürnberger-Gruppe seine Gewinnprognose angehoben. UNIQA-Anteile gewannen in dem Sog 1,9 Prozent.

Klare Verluste verbuchten die für den ATX maßgeblichen Bankwerte. BAWAG und Erste Group büßten 1,4 respektive 1,8 Prozent ein und folgten so einem schwachen europäischen Branchentrend.

spa/sto

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