ROUNDUP: Tote nach russischen Angriffen in der Zentralukraine
Infolge russischer Drohnenangriffe sind im zentralukrainischen Gebiet Kirowohrad mindestens drei Menschen getötet worden. Sechs Menschen seien verletzt worden, teilte der ukrainische Zivilschutz bei Telegram mit.
Demnach dauerten die Angriffe über zehn Stunden. Einschläge habe es in der Gebietshauptstadt Kropywnyzkyj in Logistikzentren, Lagerhallen und Wohnhäusern gegeben. In der Region sei auch die Transportinfrastruktur angegriffen worden. Brände brachen demnach aus.
Auch Tote in der Region Dnipropetrowsk
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge gab es zudem zahlreiche Einschläge in mehr als einem Dutzend Regionen. Im Gebiet Dnipropetrowsk seien drei weitere Menschen getötet worden. Es sei eine "gezielte Eskalation" Russlands nach der Lockerung von Sanktionen durch die USA.
"Wir brauchen Ehrlichkeit von unseren Partnern in Bezug auf den Krieg: Es ist wichtig, dass sich alle in Amerika nicht auf die Seite des Angreifers stellen, sondern auf die Seite unseres Kampfes um das Leben und unserer Bemühungen, diesen Krieg zu beenden und Sicherheit zu gewährleisten", schrieb der Staatschef auf sozialen Netzwerken.
Nach Angaben des staatlichen Energieunternehmens Naftogaz wurden im an Kirowohrad angrenzenden Gebiet Poltawa Gasförderanlagen von Drohnen angegriffen. Demzufolge gab es Schäden an der Ausrüstung, und die Fördertätigkeit wurde vorerst eingestellt. Die Mitarbeiter seien jedoch unversehrt.
Hunderte russische Drohnen über der Ukraine
In der Nacht zum Donnerstag setzte das russische Militär der ukrainischen Luftwaffe zufolge 580 Drohnen unterschiedlichen Typs und 2 Raketen gegen Ziele in der Ukraine ein. 536 Drohnen konnten demnach rechtzeitig abgefangen werden. Dennoch habe es an 31 Orten Einschläge gegeben. Außerdem hätten herabstürzende Trümmer an elf weiteren Stellen Schäden verursacht, hieß es.
Laut Selenskyj wurden seit dem Mittwochmorgen mehr als 850 Drohnen von Russland eingesetzt. Nur ein Teil konnte demnach abgeschossen werden. "Und das gerade zu einer Zeit, in der unsere Verteidigungsfähigkeiten künstlich eingeschränkt werden", klagte der Präsident. Wie die Drosselung des vom ukrainischen Militär eingesetzten Satelliteninternets sich auf die Abschussquote der Flugabwehr auswirkt, erklärte er jedoch nicht.
Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion./ast/DP/mis
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