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Wiener Börse (Mittag) - ATX dämmt Abgaben auf 0,7 Prozent ein / AT&S verlieren in internationalen Tech-Turbulenzen rund 10 Prozent

Nach einem tiefroten Auftakt hat der ATX am Donnerstag im Vormittagsverlauf wieder etwas Boden gutgemacht. Zugute kam dem österreichischen Leitindex vor allem, dass die schwer gewichteten Bankwerte ihre anfänglichen Verluste wieder aufholten. Jedoch blieb das Kaufinteresse angesichts schwacher internationaler Tech-Vorgaben gedämpft.

Der ATX fiel gegen Mittag um 0,73 Prozent auf 6.571,05 Punkte. Zuvor war das Barometer erstmals seit Anfang August wieder unter die Marke 6.500 Einheiten gerutscht. Für den ATX Prime ging es um 0,74 Prozent auf 3.226,13 Zähler hinab. Damit schnitt der hiesige Aktienmarkt auch im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich ab.

Marktbeobachter sprachen von einer breiteren Risk-Off-Bewegung an den internationalen Finanzmärkten. In Asien waren insbesondere Technologiewerte angesichts erhöhter Zinsanhebungserwartungen in den USA und den Sorgen vor ausufernden Finanzierungskosten unter Druck geraten. Ausgelöst wurden die jüngsten Sorgen, neben Finanzierungsproblemen des KI-Unternehmens CoreWeave, von einem überraschend kräftigen Anstieg der US-Inflation im September.

"In Bezug auf die Katalysatoren stehen mehrere Namen, die am stärksten von KI betroffen sind, bereits seit einigen Tagen unter zunehmendem Druck", schrieben die Marktstrategen der Deutschen Bank. Dies habe sich nun auf weitere Unternehmen mit hohem CAPEX-bedingten Finanzierungsbedarf ausgeweitet. Dass die Wetten auf steigende US-Zinsen mittlerweile zu einem Großteil wieder zurückgenommen wurden, verdeutliche zudem, wie sehr die Aufmerksamkeit der Märkte derzeit von KI-Themen dominiert werde, so die Experten, "da Befürchtungen hinsichtlich einer allgemeinen Verschärfung der Kreditkonditionen zu wachsenden Zweifeln daran führten, ob die Fed trotz der hohen Inflationszahlen tatsächlich handeln würde."

Meldungsseitig gab es zu heimischen Einzelwerten dagegen kaum Impulse. Im ATX knickten die hochvolatilen AT&S-Aktien um rund zehn Prozent ein und markierten den niedrigsten Stand seit rund einem Monat. Verluste verzeichneten zudem Bau- und Industriewerte. Gegen den Trend erholten sich Wienerberger-Titel um 2,9 Prozent. Gewinne gab es auch in den Versicherern und den Immobilienwerten.

spa/ste

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