Devisen (Früh) - Euro erholt sich über 1,12 US-Dollar / Nach Jahrestief am Vortag
Der Euro hat sich am Donnerstag von seinem jüngsten Tief erholt. In der Früh wurde er bei 1,1203 US-Dollar gehandelt. Zur Wochenmitte war der Kurs noch bis auf 1,1113 Dollar auf den tiefsten Stand seit Mai 2025 gefallen, nachdem unerwartet hoch ausgefallene US-Inflationsdaten die Erwartungen an eine baldige Zinsanhebung durch die US-Notenbank angefacht hatten. Zuletzt wurden die Wetten auf Leitzinserhöhungen aber wieder etwas zurückgenommen, was den Eurokurs etwas stützte.
Die Risiken des Euro-Dollar-Kurses seien erst einmal nach unten gerichtet, schrieb Antje Praefcke, Devisenexpertin bei der Commerzbank. Denn neben Zinserhöhungserwartungen an die Fed sei auch die französische Haushaltsdebatte unterschwelliger Belastungsfaktor für den Euro: "Abgesehen davon, dass eine Einigung sowieso schwierig ist, zeichnen sich schon gleich zu Beginn erste Hürden ab, da die Sozialisten bereits am ersten Tag versucht haben, die Haushaltsdebatte zu blockieren. Darüber hinaus ist absehbar, dass sich die Protestbewegung der Studenten zum Wochenende verschärfen könnte."
Zudem herrsche nach den September-Inflationszahlen aus den USA am Markt erst einmal die Grundstimmung, dass die US-Notenbank Fed restriktiv bleiben werde. Daher werde "auch jede positive Makrozahl, die in den kommenden Tagen veröffentlicht wird, die Zinserwartungen am Laufen halten", wenngleich die Fed im Oktober die Füße noch still halten dürfte, so Praefcke.
spa/ste
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