Österreichische Staatsanleihen im Späthandel ohne Richtung / Sinkende Ölpreise dämpfen Inflationssorgen - Frankreich bereitet Sorgen
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Dienstagnachmittag uneinheitlich gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe fiel im Gegenzug um einen Basispunkt auf 3,74 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 28 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,04 Prozent auf 121,08 Punkte.
Rückläufige Ölpreise dämpfen die Inflationssorgen und damit die Spekulation auf weiter steigende Zinsen, was die Renditen von Staatsanleihen nach unten drückte. Zeitweise war der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee bis auf 104,35 Dollar gefallen. Zuletzt stand die Notierung bei 105,27 Dollar und damit 1,3 Prozent tiefer als am Vortag.
Weiterhin zieht Frankreich die Blicke der Anleger auf sich. In Frankreich sank die Rendite um fünf Basispunkte auf 4,85 Prozent. Ende September und Anfang Oktober hatte der Ausverkauf bei Anleihen die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe mit 3,65 Prozent auf den höchsten Stand seit 2009 getrieben. Französische Staatsanleihen standen zuletzt besonders im Fokus der Anleger. Sie sorgen sich, dass vor der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr die Bemühungen der Regierung zum Abbau des hohen Etatdefizits stocken. Der Risikoaufschlag für französische gegenüber deutschen Papieren lag zuletzt bei 140 Basispunkten.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,28 3,27 0,01 15 5 Jahre 3,50 3,50 0,00 24 10 Jahre 3,74 3,75 -0,01 28 30 Jahre 4,08 4,10 -0,02 26
moe/spa