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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX gewinnt 0,4 Prozent / Negative Technologie-Vorgaben aus den USA und Asien belasten kaum - AT&S verliert aber 4,0 Prozent

Die Wiener Börse hat sich am Dienstag im Verlauf weiter mit Gewinnen gezeigt. Der Leitindex ATX baute 0,39 Prozent auf 6.636,12 Punkte auf. Für den breiteren ATX Prime ging es 0,39 Prozent auf 3.255,89 Zähler hinauf. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch an den wichtigsten europäischen Börsen.

Die internationale Stimmung wird durch negative Vorgaben aus den USA und Asien kaum getrübt. Besonders Technologiewerte litten dort unter anhaltenden Gewinnmitnahmen bei den Aktien von Chipherstellern. Spekulationen über ein Ende der rasanten Preissteigerungen bei Speicherchips haben am Dienstag einen Ausverkauf bei Halbleiterwerten ausgelöst. Auslöser der aktuellen Verkäufe waren Börsianern zufolge Medienberichte, nach denen der chinesische Halbleiterkonzern CXMT eine neue Generation von Speicherchips für Rechenzentren auf den Markt bringen will.

Wien als technologiearme Börse bleibt davon weitgehend unberührt. Die Papiere des Halbleiterproduzenten AT&S spürten aber die Techschwäche und fanden sich heute 4,0 Prozent im Minus.

Für Auftrieb sorgten zudem sinkende Ölpreise. In der Spitze verbilligten sich die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI jeweils um rund zwei Prozent auf bis zu 104,71 und 91,81 Dollar je Barrel. Die Aussicht auf zusätzliche Diesellieferungen aus Russland milderte die Furcht vor Engpässen durch Angriffe auf Saudi-Arabien. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, Russland habe zugestimmt, Diesel auf die Weltmärkte zu liefern.

Das Augenmerk der Marktteilnehmer wird sich heute laut den Experten der Helaba auch auf den US-Immobilienmarkt richten, da heute in der Eurozone keine wichtigen Daten auf dem Kalender stehen.

Die Strabag hat heute bekanntgegeben, einen Großauftrag über ihre rumänische Tochter Strabag S.R.L. in einem Konsortium erhalten zu haben. Der Auftragswert beträgt 219 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in einer Aussendung mitteilte. Strabag-Titel verloren 0,4 Prozent.

Der Flughafen Wien hat berichtet, im September am Standort Schwechat einen Passagierrückgang von 7,5 Prozent auf 2.910.597 Reisende verzeichnet zu haben. Flughafen Wien-Aktien gewannen im ATX Prime trotzdem bis jetzt 0,8 Prozent.

An der Spitze des ATX gingen BAWAG 2,0 Prozent hinauf. Die weiteren schwergewichteten Bankenwerte Erste Group und Raiffeisen Bank International stützten den ATX mit Gewinnen von 1,6 und 0,3 Prozent. Im Plus notierten die Anteilscheine der OMV mit 0,3 Prozent.

Am Ende des ATX fanden sich Lenzing mit Abgaben von 7,4 Prozent. Damit haben die Papiere des Faserproduzenten heuer bereits 55 Prozent verloren.

moe/spa

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