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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Techwerte vor Berichtssaison unter Druck

Zu Beginn einer ereignisreichen Woche haben die Anleger an den US-Börsen vorsichtig agiert. Kurz vor dem Start der Berichtssaison der Unternehmen gaben die wichtigsten Aktienindizes am Montag überwiegend nach. Technologiewerte litten unter anhaltenden Gewinnmitnahmen bei den Aktien von Chipherstellern. Ansonsten mangelte es angesichts des Feiertages "Columbus Day" insgesamt an Impulsen, zumal der Anleihenmarkt zu Wochenbeginn geschlossen blieb.

Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,71 Prozent auf 30.664,70 Punkte nach unten. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,06 Prozent auf 7.807,24 Zähler nach. Er hatte am Dienstag noch ein Rekordhoch erreicht. Der Leitindex Dow Jones Industrial hingegen legte um 0,38 Prozent auf 51.850,55 Punkte zu.

Im Blick blieb die Lage im Nahen Osten und am Rohölmarkt. Der Iran hatte vermeldet, über Mediatoren weiterhin im Austausch mit den USA zu sein. Nachdem die Ölpreise im frühen Handel noch leicht gefallen waren, drehten sie im Tagesverlauf in die Gewinnzone. Die Ölpreise hatten zuletzt die Teuerung wieder nach oben getrieben. Entsprechend richten sich die Blicke auf Inflationszahlen zur Wochenmitte, die auch für den geldpolitischen Kurs der Notenbank wichtig sind.

Die Berichtssaison startet am Dienstag mit den Zahlen erster Großbanken. Marktanalyst Maximilian Wienke vom Handelshaus Etoro verwies darauf, dass die Anleger bereits vorsichtiger geworden seien. Bank-Aktien stünden seit geraumer Zeit unter Druck. "Ein Teil der Risiken dürfte damit allerdings schon in den Kursen berücksichtigt sein", schrieb Wienke. Die Quartalszahlen und Prognosen würden nun darüber entscheiden, ob die Korrektur weitergehe oder der Sektor drehe.

Auch Künstliche Intelligenz (KI) bleibt ein Topthema an den US-Börsen. Die Experten des Börsen- und Analyseportals Index Radar warnten diesbezüglich vor einer Konzentration in historischem Ausmaß: "Die zehn größten KI-Werte vereinen inzwischen gut 40 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung auf sich." Damit würden sie den bisherigen Spitzenwert des Tech-Sektors während der Dotcom-Blase übertreffen. Die Entwicklung einzelner Schwergewichte und der übrige Markt lägen weit auseinander.

Unter den Einzelwerten hatte Starbucks Pläne zum Kauf der auf mexikanische Küche spezialisierten Chipotle-Restaurants verneint. Die Chipotle-Aktien fielen um 3,8 Prozent, während die Papiere der Kaffeehaus-Kette um 1,7 Prozent stiegen.

Die Anteilscheine von CCC Intelligent Solutions zogen gar um 8,1 Prozent an. Das Private-Equity-Unternehmen GTCR und der aktivistische Investor Elliott sollen sich in fortgeschrittenen Übernahmegesprächen mit dem Softwareanbieter befinden.

Außerdem bewegten Analysten die Kurse. So stiegen die Papiere des Softwarekonzerns Salesforce an der Dow-Spitze um 2,1 Prozent. Experte Tal Liani sieht keine große Gefahr, dass das Geschäftsmodell durch KI-Systeme obsolet werden kann. Große Unternehmen würden "wahrscheinlich keine Plattformen ersetzen, die ihre Geschäftslogik, Daten, Arbeitsabläufe und Compliance-Plattformen beherbergen".

Dagegen fielen die Aktien von Adobe um 1,7 Prozent, nachdem die Wells-Fargo-Analysten den Softwarehersteller gleich doppelt abgestuft hatten. Die jüngsten Quartalszahlen seien recht verhalten ausgefallen und deuteten darauf hin, dass sich nun deutlichere Risse im Wachstumsprofil des Herstellers von Software für Kreativprofis abzeichneten, hieß es zur Begründung.

Die Analysten der Bank JPMorgan hatten die Papiere von Biogen hochgestuft, was den Aktien ein Plus von 1,6 Prozent bescherte. Experte Christopher Schott schrieb von einer zunehmend vielversprechenden Entwicklung im Jahr 2027. Zudem verwies er auf "verbesserte langfristige Wachstumsaussichten" für das Biotechnologie-Unternehmen./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0254 2026-10-12/22:35

Relevante Links: Salesforce.com Inc., Biogen Inc., Starbucks Corporation, Adobe Inc.

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