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Wiener Börse (Mittag) - ATX steigt um 0,8 Prozent / Lenzing gewinnt satte 9,33 Prozent nach deutlichen Kursverlusten in der Vorwoche - Wienerberger nach Analyse um 0,39 Prozent tiefer

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montag zu Mittag deutlich erholt gezeigt. In der Vorwoche hatte der ATX noch rund 2,6 Prozent verloren. Zum Wochenauftakt ging es für den heimischen Leitindex aber wieder um 0,8 Prozent auf 6.595,95 Punkte nach oben. Der ATX Prime stieg um 0,77 Prozent auf 3.237,60 Zähler. Auch das europäische Umfeld zeigte sich gegen Mittag mit Kursgewinnen.

Im Fokus bleibt in der neuen Handelswoche der Iran-Krieg. In der vergangenen Woche hatte ein Medienbericht über den Plan zu neuen US-Angriffen auf den Iran noch vor den US-Zwischenwahlen Anfang November die Ölpreise deutlich nach oben getrieben, bevor US-Präsident Donald Trump eine Wiederaufnahme von Militäreinsätzen noch vor den Wahlen dementierte. Das sorgte letztlich für leicht sinkende Ölpreise.

Am Wochenende setzte die vom Iran unterstützte jemenitische Huthi-Miliz nach einem Angriff auf den internationalen Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad mit zwölf Toten ihre Attacken fort. Nach dieser Eskalation beraten der Außenminister von Saudi-Arabien, Prinz Faisal bin Farhan, und sein iranischer Amtskollege Abbas Araqchi einem Agenturbericht zufolge über Bemühungen zum Abbau der Spannungen. Es ist der erste öffentlich bekannte Kontakt der beiden Politiker, seit die mit dem Iran verbündeten Houthi-Rebellen aus dem Jemen ihre Angriffe auf Saudi-Arabien intensiviert haben.

Keine Impulse für den Aktienmarkt kommen aktuell durch Unternehmensergebnisse. Die Berichtssaison in Europa und in den USA läuft diese Woche langsam an.

Den ATX stützten die Papiere von Lenzing. Nach deutlichen Kursverlusten in der Vorwoche ging es zum Wochenstart um satte 9,33 Prozent nach oben. Gesucht waren auch Banken- und Versicherungswerte. RBI stiegen um 1,70 Prozent. Die Erste Group legte um 1,57 Prozent zu. Die Uniqa gewann 1,80 Prozent. Zudem kletterten AT&S um 2,79 Prozent nach oben. Im prime market gab es für Frequentis ein Plus von 2,56 Prozent.

Die Analysten der Wiener Privatbank beließen ihre Empfehlung für die Aktien der Wienerberger bei "Halten", kürzten aber das Kursziel ("fairer Wert") von 23,10 auf 16.40 Euro. "Das Marktumfeld dürfte kurz- bis mittelfristig herausfordernd bleiben, weshalb wir Kapazitätsanpassungen und temporäre Produktionsstilllegungen erwarten. Angesichts des erhöhten Zinsniveaus sehen wir keine kurzfristige Erholung im Wohnungsneubau, während auch Renovierung und Infrastruktur unter dem Inflationsumfeld leiden dürften", schrieb der zuständige Experte Nicolas Kneip. Die Wienerberger-Aktien fielen um 0,39 Prozent auf 15,34 Euro.

Unter den wenigen Anteilsscheinen mit Verlusten befanden sich auch die der OMV mit einem Minus von 0,42 Prozent. Gewinnmitnahmen und die leicht sinkenden Ölpreise drückten voestalpine um 0,81 Prozent.

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