ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Öl und Anleihen helfen Dax über 25.000 Punkte
Der Dax hat am Freitag seine
Vortagesverluste nahezu wett gemacht und die Marke von 25.000
Punkten zurückerobert. Unterstützung kam vom Anleihemarkt angesichts
rückläufiger Renditen. Am Ölmarkt ließ der Preisdruck ebenfalls
nach. Ausschlaggebend dafür war ein Dementi von US-Präsident Donald
Trump zu angeblich neuen US-Angriffen im Iran.
Mit einem Plus von 1,13 Prozent auf 25.087,27 Zählern ging der
deutsche Leitindex aus dem Handel und hat damit im Wochenverlauf 0,6
Prozent verloren. Am Vortag war er gleich zum Börsenauftakt unter
die 25.000 Punkte gefallen und hatte zeitweise den tiefsten Stand
seit dem 23. Juli erreicht.
"Der Sprung zurück über die psychologische 25.000-Punkte-Marke
sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass unter der Oberfläche
erhebliche Unsicherheitsfaktoren glimmen", mahnte Timo Emden,
Analyst beim Broker CapTrader, und sah vor allem Schnäppchenjäger
unterwegs.
Der MDax mit den mittelgroßen Werten stieg am Freitag
um 1,64 Prozent auf 29.989,90 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex
EuroStoxx 50 gewann 0,76 Prozent auf 6.173,37 Zähler.
Außerhalb der Euroregion legten der Schweizer SMI und
der britische FTSE 100 ebenfalls zu.
Unter den Einzelwerten stach im Dax die T-Aktie mit
minus 7,9 Prozent heraus. Elon Musks Weltraumfirma SpaceX
will mit einem groß angelegten Frequenzkauf in den
USA den Grundstein legen, um sich dort als Mobilfunk-Anbieter zu
etablieren. Das Papier der Telekom-Tochter T-Mobile US
, die dort zweitgrößter Mobilfunkanbieter ist, sackte
an der Nasdaq zuletzt um etwas mehr als 11 Prozent ab.
Analystenkommentare trieben Heidelberg Materials ,
Rational und vor allem Salzgitter nach
oben. Eine frisch ausgesprochene Kaufempfehlung von UBS für
Salzgitter mit einem deutlich auf 71 Euro erhöhten Kursziel
bescherte den Papieren des Stahlherstellers an der MDax-Spitze ein
Plus von 13,4 Prozent auf 49,94 Euro. Analyst Andrew Jones sieht
Salzgitter in Europa stärker als die Konkurrenz von anziehenden
Stahlpreisen profitieren.
Bei Heidelberg Materials und Rational sorgte die kanadische Bank RBC
mit ihren Hochstufungen auf "Outperform" für Kursgewinne. Das Papier
des Baustoffherstellers stieg um 1,8 Prozent, das des
Großküchenausstatters legte um 6,6 Prozent zu. Rational sei ein
Paradebeispiel für deutsche Mittelstandstechnik, und die
Finanzkennzahlen sähen beeindruckend aus.
Schott Pharma büßten im Nebenwerteindex SDax
4,7 Prozent ein. Auch hier war ein Analystenkommentar
der Grund. Zwar lobte Falko Friedrichs von der Deutschen Bank
Research den Pharmazulieferer für seine Fortschritte und attraktiven
mittelfristigen Aussichten, doch nach dem fast 70-prozentigen
Kursanstieg seit Jahresbeginn sieht er kaum noch Aufwärtspotenzial
für die Aktie./ck/he