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Mehr Pleiten im September - Besserung in Sicht?

In Deutschland ist die Anzahl der Insolvenzen im September erneut angestiegen. Nach einer Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (Saale) (IWH) gab es im vergangenen Monat 1.666 Firmenpleiten - neun Prozent mehr als noch im August und 13 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Verglichen mit den September-Statistiken des Vor-Corona-Niveaus lag die Zahl gar um 85 Prozent höher, heißt es weiter.

Forschungsleiter Steffen Müller sieht das Insolvenzgeschehen weiter auf einem hohen Niveau. Aber: "Für das vierte Quartal darf insgesamt mit rückläufigen Insolvenzzahlen gerechnet werden", so der IWH-Experte.

Leichter Rückgang bei Pleiten übers gesamte dritte Quartal

Ein Lichtblick zeigt sich auch bereits beim Blick auf das gesamte dritte Quartal dieses Jahres: In diesem Zeitraum gab es mit insgesamt 4.880 Firmenpleiten einen leichten Rückgang um 2,3 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal. Zudem waren weniger häufig besonders große Arbeitgeber betroffen: Die Anzahl der von Insolvenzen betroffenen Jobs sank demnach um zehn Prozent auf 41.000.

Keine Entwarnung gibt es allerdings im Dienstleistungssektor: In diesem Bereich stieg die Anzahl der Insolvenzen demnach auf den höchsten Wert seit Beginn der IWH-Erhebungen im Jahr 2020.

Für seinen Insolvenztrend wertet das IWH die Insolvenzbekanntmachungen der deutschen Registergerichte aus und verknüpft sie mit Bilanzkennzahlen betroffener Unternehmen. Die monatlich veröffentlichten Zahlen sind ein Indikator des Wirtschaftsgeschehens und weichen nach IWH-Angaben nur geringfügig von den amtlichen Statistiken ab, die rund zwei Monate später veröffentlicht werden./mse/DP/stk

AXC0158 2026-10-08/13:17

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