Wadephul: Krisenprävention Investition in eigene Sicherheit
Außenminister Johann Wadephul hat angesichts knapper Kassen das internationale deutsche Engagement bei der Prävention und Lösung von Konflikten als Investition in die eigene Sicherheit verteidigt. "Regionale Stabilisierung stellt sicher, dass Krisen und Kriege in unserer Nachbarschaft nicht weiter eskalieren und nicht zu uns hinüberschwappen", sagte der CDU-Politiker beim "Berliner Friedensdialog" zur weltweiten zivilen Konfliktprävention und -lösung im Auswärtigen Amt.
Die Anzahl der Konflikte und Krisen weltweit steige stetig, "wir befinden uns in einer Welt, die scheinbar aus den Fugen gerät", sagte Wadephul. In einer immer vernetzteren Welt hätten scheinbar regionale Konflikte weltweite Auswirkungen, weil sich Terrorismus, die Auswirkungen fragmentierter Handelsrouten, der Klimawandel oder Desinformationskampagnen in den sozialen Medien nicht an nationalen Grenzen aufhalten ließen.
Wenn russische Angriffe auf ukrainische Häfen Kiew daran hinderten, Getreide zu exportieren, litten Menschen in Afrika an Hunger, sagte Wadephul. Wenn Terrorismus regionale Instabilität im Sahel schaffe, würden Menschen oft versuchen, nach Europa zu gelangen. "Deswegen ist die Unterstützung regionaler Stabilisierungsinitiativen in unserem ureigenen Interesse" - damit die Ursachen von Vertreibung und Migration vor Ort angegangen werden könnten und Terrorismus keine Chance bekomme, die Gesellschaft zu infiltrieren./bk/DP/zb
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