Aktien Europa: Verluste - Technologiewerte schwächeln
Die wichtigsten Börsen Europas haben am Mittwoch nachgegeben. "Die Investoren zeigen sich tendenziell zurückhaltend und versuchen auszuloten, was für Konsequenzen die hohen Staatsanleiherenditen und die ebenfalls hohen Energiepreise für die Unternehmen haben werden", beschrieb Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets das Marktgeschehen.
Der EuroStoxx 50
"An den Märkten rückt ein Risiko stärker in den Vordergrund, das lange unterschätzt wurde und teils noch immer wird: die politische und fiskalische Verlässlichkeit Europas", warnte Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. "Insbesondere Frankreich dürfte 2027 zur Bewährungsprobe für die Märkte werden." Um den Schuldenstand zu stabilisieren, wäre eine Konsolidierung des Primärhaushalts um rund acht Prozentpunkte notwendig, ergänzte Eckhard Schulte von der Vermögensverwaltung MainSky Asset Management. Politisch sei das aber "vollkommen illusorisch".
Unter Druck standen die Technologiewerte. Vor den Zahlen von
asiatischen Halbleiterschwergewichten war Zurückhaltung zu spüren.
Lipkow sprach von Unsicherheit, "ob große Technologieunternehmen wie
Samsung
Besser hielt sich der Autobereich. Die Aussicht auf europäische
Importbeschränkungen gegen Hybridautos aus China stützte. Die
Europäische Union (EU) bereite Schutzmaßnahmen vor, die die Einfuhr
chinesischer Hybridfahrzeuge in die EU begrenzen sollen, hatte die
Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache
vertraute Personen berichtet. Unter den Einzelwerten zogen die
Aktien von Renault
Im Sektor der ansonsten wenig auffälligen Werten aus dem Bereich der Nahrungs- und Getränkeproduzenten fielen Anteile von Remy Cointreau auf. Die Aktie zog um 3,3 Prozent an. Eine Analysteninformationsrunde des Spirituosenanbieters hatte den Umsatzausblick bestätigt./mf/mis
ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145 CH0009980894
AXC0116 2026-10-07/12:04
Relevante Links: SK hynix, Inc., Samsung Electronics Co. Ltd., Renault S.A., Stellantis N.V.