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UN: Kämpfe im Jemen führen zu Flucht und Vertreibung

Im Jemen führen die Kämpfe zwischen den Huthi-Rebellen und den Truppen der international anerkannten Regierung nach UN-Angaben zu einer Zunahme von Flucht und Vertreibung. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit Anfang August mehr als 184.000 Menschen zur Flucht gezwungen worden. Wegen der instabilen Lage seien in den kommenden Tagen weitere Vertreibungen möglich. "Da sich der Konflikt verschärft, geraten immer mehr Menschen in einen entsetzlichen Kreislauf der Vertreibung, leben in Angst um ihr Leben und blicken in eine ungewisse Zukunft", sagte IOM-Generaldirektorin Amy Pope.

Die militärischen Auseinandersetzungen konzentrieren sich insbesondere auf die Regionen um die Hafenstädte Dhubab und Mokka sowie die Provinzhauptstadt Tais im Südwesten des Landes. Die Regierungstruppen werden von einer Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt. Die Huthi-Miliz ist ein Verbündeter des Irans.

Hafenstadt Mokka von den Huthi besetzt

Nach Angaben von Militärbeobachtern halten die Huthi-Rebellen die strategisch wichtige Hafenstadt Mokka weiter besetzt. Die Stadt liegt an der 27 Kilometer breiten Meerenge Bab al-Mandab (Tor der Tränen), über die der Seehandel zwischen Europa und Asien sowie der Erdöl- und Flüssiggastransport aus den arabischen Golfstaaten verläuft. Wer den Hafen kontrolliert, kann praktisch den Schiffsverkehr im südlichen Roten Meer kontrollieren oder blockieren.

Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition gab bekannt, sie habe eine Abschussrampe für ballistische Raketen in der Hauptstadt Sanaa sowie eine Raketenlagerstätte in einem Bergkomplex in der nordwestlichen Provinz Saada zerstört. Dort hätten sich 20 ballistische Raketen befunden.

Ziel der am Sonntag gestarteten Militäroperation der Truppen der international anerkannten Regierung ist nach eigenen Angaben die vollständige Rückeroberung aller von der Huthi-Miliz besetzten Gebiete.

Seit Wochen liefern sich die verfeindeten Lager im Jemen schwere Gefechte. Im September hatte die Huthi-Miliz in einer Blitzoffensive die gesamte Rotmeerküste des Jemens unter ihre Kontrolle gebracht und sich damit auch Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab verschafft./da/DP/zb

AXC0094 2026-10-06/10:30

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