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Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis fällt auf 102,58 US-Dollar / Goldpreis legt zu

Die Ölpreise haben am Montag weiter nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete zuletzt 102,58 US-Dollar. Das waren 0,55 Prozent weniger als am Freitag. Damit entfernte sich der Brent-Preis weiter von seinem Mitte September erreichten Zwischenhoch von knapp 110 Dollar.

Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im November fiel um 1,15 Prozent auf 90,65 Dollar. In der vergangenen Woche waren die Ölpreise unter anderem wegen der Erholung von Ölexporten aus der Golfregion und der Freigabe von Ölnotreserven durch die G7-Staaten gefallen. Am Wochenende hatten unterdessen wichtige Ölexportländer des Verbunds OPEC+ bekannt gegeben, dass sie ihre Förderziele auch im November nicht anheben wollen. Das teilten Saudi-Arabien, Russland und weitere fünf Staaten nach einer Online-Sitzung mit. Somit bleiben die Produktionslimits der Gruppe den zweiten Monat in Folge unverändert.

Saudi-Arabien senkte am Wochenende angesichts steigender Liefermengen überraschend die Preise für seine wichtigste Ölsorte für Kunden in Asien. Der staatliche saudische Ölkonzern Saudi Aramco reduzierte den Preis für die Sorte Arab Light für asiatische Kunden in diesem Monat. Dieser liegt nun fünf US-Dollar unter dem Preis der regionalen Referenzsorte. Das ist der niedrigste Stand seit 2020. Die Entscheidung widersprach den Erwartungen von Händlern und Raffinerien, die mit einer Anhebung um fünf US-Dollar gerechnet hatten.

Inzwischen haben die Schiffsbewegungen in der Region wieder zugenommen. Die Risiken für die Schifffahrt bleiben angesichts mehrerer Angriffe in den vergangenen Tagen jedoch hoch. Die britische Schifffahrtsbehörde UK Maritime Trade Operations meldete einen Zwischenfall am Sonntag in der Straße von Hormuz. Ein weiterer Zwischenfall wurde vor der jemenitischen Stadt Al-Mukha im Roten Meer gemeldet.

"Pipeline-, Raffinerie- und Verladeinfrastruktur bleibt anfällig für Angriffe der Huthi", sagte June Goh, leitende Ölmarktanalystin beim Rohstoffdatenanbieter Sparta Commodities, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Dies dürfte es Saudi-Arabien erschweren, die Förderung auf hohem Niveau zu halten und den Markt über das Rote Meer zu versorgen.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Montag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Freitag 109,38 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Donnerstag hatte der Preis 108,82 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Der Goldpreis legte zu. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.169,27 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,65 Prozent mehr als am Freitagabend.

rst/moe

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