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Wiener Börse (Eröffnung) - ATX mit minus 0,49 Prozent / Veränderung in heimischer Politik angekündigt - Positive Vorgaben aus Asien

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Der Wiener Aktienmarkt ist am Montag m Frühhandel tiefer in die neue Handelswoche gestartet. Der heimische Leitindex ATX notierte kurz nach Handelsstart bei 6.685,04 Punkten und damit 0,49 Prozent unter dem Niveau von Freitag. Der ATX Prime verlor 0,47 Prozent auf 3.279,92 Zähler. Das europäische Umfeld zeigte sich uneinheitlich.

In der heimischen Politik wurden am Sonntag Veränderungen bei einer mitregierenden Partei verkündet. SPÖ-Chef Andreas Babler zieht sich teilweise zurück. Bis zumindest Jahresende will er Vizekanzler bleiben, ehe er an Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ), der sich derzeit noch der Heilung seiner Krebserkrankung widmet, übergibt. Auf dessen Wunsch würde Babler auch (Medien-)Minister bleiben. Als SPÖ-Chef holt sich Babler Klubobmann Philip Kucher und Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner an seine Seite.

Positive Vorgaben kommen aus Asien. Nach schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA machte sich mit Blick auf Zins- und Inflationssorgen Erleichterung breit. Vor allem die besonders konjunktursensible Technologiebranche profitierte in den USA und nun auch auf dem asiatischen Kontinent. Japans Leitindex Nikkei-225 stieg um 2,4 Prozent. Auf dem chinesischen Festland blieben die Börsen wegen der "Goldenen Woche" weiterhin geschlossen. Auch an den Handelsräumen in Südkorea wurde feiertagsbedingt nicht gehandelt.

Unternehmensseitig steht zu Wochenbeginn nichts auf dem Programm. Datenseitig sollte am Vormittag das sentix-Investorenvertrauen in der Eurozone nicht unbeachtet bleiben, schreiben die Helaba-Analysten. "Vor dem Hintergrund der zuletzt unruhigen Entwicklungen an den Renten- und Aktienmärkten und des per saldo weiter auf hohem Niveau liegenden Ölpreises rechnen wir mit einer spürbaren Stimmungseintrübung."

Die Anteilsscheine der Lenzing befanden sich im Frühhandel auf Erholungskurs. Am Freitag waren die Papiere um fast 30 Prozent eingebrochen, was mit 13,74 Euro den tiefsten Stand seit 2003 bedeutet hatte. Zum Wochenausklang hatte Berenberg ihre erst vor wenigen Monaten ausgesprochene Kaufempfehlung für die Lenzing-Titel zurückgenommen. Am Donnerstag hatte der Faserhersteller die Anleger mit dem deutlichen Abschlag beim Bezugspreis der im Sommer angekündigten Kapitalerhöhung auf dem falschen Fuß erwischt.

Am Freitag sind die Werte von AT&S mit einem Plus von 10,4 Prozent noch der mit Abstand größte Gewinner gewesen. Dabei hatten die Aktien von der europaweiten Nachfrage nach Papieren mit KI-Fantasie profitiert. Nunmehr fielen AT&S aufgrund von Gewinnmitnahmen wieder um 2,47 Prozent.

Etwas gestützt wurde der ATX von den Versicherungswerten. Bremsfaktoren waren hingegen Bau- und die meisten Industriewerte.

rst/moe

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