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Deutsche Anleihen steigen im Kurs - Renditen kommen etwas weiter zurück

Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich am Montag etwas weiter erholt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future legte am Morgen um 0,3 Prozent auf 121,38 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel im Gegenzug auf 3,42 Prozent. Damit ging die Rendite weiter zurück, nachdem Inflationssorgen sie zuletzt - wie auch in anderen Ländern - deutlich nach oben getrieben hatten. Die Rendite auf zehnjährige Bundesanleihen war am Montag vergangener Woche bis auf 3,653 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 2009 gestiegen.

In den Tagen danach setzte eine Gegenbewegung ein. Am Freitag milderte zudem ein etwas schwächer als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht die Inflationssorgen ein wenig. Gleichwohl notieren die Ölpreise - wesentlicher Treiber der Inflationsbedenken - weiterhin auf hohem Niveau.

Am Montag richten sich die Blicke zunächst aber auf Stimmungsdaten auf dem Dienstleistungssektor: Endgültige Werte aus Deutschland, Frankreich und der Eurozone sowie frische Zahlen aus Spanien und Italien stehen am Vormittag auf der Agenda. Das Hauptaugenmerk liegt laut den Experten der Landesbank Helaba aber auf dem ISM-Index des Servicesektors in den USA am Nachmittag.

"Die Vorgaben sind uneinheitlich und so sollte ein kleiner Rückgang des ISM-Serviceindexes nicht überraschen, ähnlich wie beim ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes", schrieben die Helaba-Analysten in ihrem Morgenkommentar. "Auf dem erwarteten Niveau von 55 Punkten läge der Serviceindex aber weiterhin deutlich im Wachstumsbereich, sodass sich die Perspektive für die US-Wirtschaft insgesamt kaum verändert." Akteure an den Finanzmärkten sollten also nicht daran zweifeln, dass die US-Notenbank im Ringen mit einer erhöhten Inflation die Zinsen weiter anheben wird.

Beachtung findet am Vormittag zunächst aber das Sentix-Investorenvertrauen in der Eurozone. "Vor dem Hintergrund der zuletzt unruhigen Entwicklungen an den Renten- und Aktienmärkten und des per saldo weiter auf hohem Niveau liegenden Ölpreises rechnen wir mit einer spürbaren Stimmungseintrübung", hieß es von der Helaba.

So bleibt vor allem der zuletzt vergrößerte Zinsabstand zwischen Staatsanleihen aus Deutschland und Frankreich im Fokus. Zehnjährige französische Staatsanleihen wurden zuletzt mit einer Rendite von 4,89 Prozent gehandelt. Die hohen Renditen französischer Staatsanleihen spiegeln das Misstrauen der Anleger gegenüber der Fiskalpolitik des Landes und seiner hohen Staatsverschuldung wider, erklärte Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets./mis/zb

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AXC0058 2026-10-05/09:07

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