Schneider Electric stärkt sich mit milliardenschwerem Softwarezukauf PTC
Der Technologiekonzern Schneider
Electric setzt seine Übernahmetour mit dem Kauf des
US-Softwareanbieters PTC fort. Dafür blättern die
Franzosen 205 US-Dollar je Aktie hin und damit insgesamt 22,6
Milliarden Dollar (20 Mrd Euro), wie der Siemens
-Konkurrent am Montag in Rueil-Malmaison bei Paris
mitteilte. Mit PTC will Schneider seinen Fußabdruck in
Produktdesign, -konstruktion und Datenmanagement stärken. Im
fusionierten Unternehmen sollen die jährlichen Kosten ab dem dritten
Jahr um 250 Millionen Euro niedriger liegen, beim Umsatz erhofft
sich Schneider 800 Millionen Euro an Synergien. Zuvor hatten die
"Financial Times" und die Nachrichtenagentur Bloomberg über einen
bevorstehenden Deal berichtet.
Mit dem vereinbarten Kaufpreis legt Schneider eine Prämie von 42
Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag (144,03 Dollar) drauf.
Gemeinsam schaffe man das branchenweit umfassendste Software- und
KI-Unternehmen, sagte Schneider-Chef Olivier Blum laut Mitteilung.
Der Abschluss der Transaktion wird bis zum dritten Quartal 2027
erwartet. Schneider zieht zudem seine Vorlage der Zahlen zum
abgelaufenen Quartal auf den 16. Oktober vor.
Schneider ist wie Rivale Siemens stark in der Automatisierung von
Industrieanlagen vertreten und kauft seit geraumer Zeit insbesondere
an der Schnittstelle zwischen Software und Hardware zu. Zuletzt
vereinbarte Schneider den Kauf des bulgarischen SDax
-Unternehmens Shelly Group für 1,2 Milliarden Euro.
Shelly stellt vor allem vernetzte Geräte für die Heimautomatisierung
her./men/mis