Wiener Börse - ATX fängt sich zum Wochenschluss / Leitindex vor mit tiefroter Wochenbilanz - Lenzing nach Kapitalerhöhung weiter im freien Fall
Nach den tiefroten Vortagen hat sich der Wiener Aktienmarkt am Freitag stabilisiert. Zwar belastete die andauernde Schwäche einiger Bankwerte den Leitindex weiterhin etwas. Dem gegenüber standen fallende Ölpreise, während schwache US-Arbeitsmarktdaten die Zinssorgen am Markt etwas dämpften. Bei den Einzelwerten machten jedoch Lenzing mit einem herben Kursverlust auf sich aufmerksam.
Letztlich schloss der ATX 0,60 Prozent fester auf 6.718,25 Punkten. Der ATX Prime gewann 0,50 Prozent auf 3.295,49 Zähler. Das europäische Umfeld zeigte sich ebenfalls erholt.
Auf Wochensicht verbuchte der ATX einen deutlichen Verlust von 3,4 Prozent und damit die schwächste Wochenbilanz seit April. Während das noch am Montag erreichte Rekordhoch über 7.000 Punkten nun wieder ein Stück weit entfernt scheint, scheiterte am Berichtstag auch ein Rückeroberungsversuch der 50-Tage-Durchschnittslinie, womit sich auch das mittelfristige Chartbild etwas eingetrübt hat.
Aus Bewertungssicht würden die jüngsten Höchststände im Leitindex jedoch keinen Anlass zur Sorge liefern, schreiben die Analysten der Erste Group: "Mit einem erwarteten KGV von 12,1 liegt der Index nur leicht über seinem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre." Jedoch sehen die Experten bei den meisten der zuletzt gut gelaufenen Finanzwerten im ATX nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial, hieß es weiter.
spa/mik
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