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ROUNDUP/Aktien New York: Nasdaq 100 erklimmt Rekordhoch - Zinssorgen gebremst

Am US-Aktienmarkt zeichnet sich am Freitag ein versöhnlicher Abschluss einer bis dahin durchwachsenen Woche ab. Sie war geprägt von den Diskussionen rund um das Tempo der Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI), hohen Ölpreisen und dem anhaltenden Höhenflug bei den Renditen der US-Staatsanleihen.

Nun hellten die wieder sinkenden Ölkreise, die sich stabilisierenden Renditen und aktuelle Arbeitsmarktdaten die Stimmung auf. Davon profitierten insbesondere die konjunktursensiblen Technologiewerte. So schnellten die Technologieindizes Nasdaq Composite und der stärker beachtete Nasdaq 100 auf Rekordhochs. Letzterer gewann zuletzt 1,4 Prozent auf 30.920 Punkte.

Der marktbreite S&P 500 stieg um ein Prozent auf 7.740 Zähler. Der Leitindex Dow Jones Industrial gewann 0,6 Prozent auf 51.217 Punkte, nachdem er Tags zuvor zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni abgesackt war. Auf Wochensicht deutet sich damit ein Minus von gut einem Prozent an.

Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) schrieb zu dem Jobbericht: "Der Arbeitsmarktbericht enttäuscht angesichts der positiven Indikationen, die es vonseiten der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, des ADP-Reports oder des ISM-Beschäftigungsindexes gegeben hatte". Am Aktienmarkt kommt dies positiv an, weil es die Zins- und Inflationssorgen der Anleger ebenso dämpft wie die wieder niedrigeren Ölpreise.

Die Ölpreise litten darunter, dass die G7-Staaten wie Deutschland, Frankreich und die USA angesichts der steigenden Kraftstoffpreise auf eine Nutzung von Ölnotreserven dringen. Ab sofort und über vier Monate sollten 100 Millionen Barrel Rohöl der im März beschlossenen Freigabe tatsächlich freigegeben werden, hieß es.

Unter den Einzelwerten standen insbesondere die Aktien von Nike im Fokus, die nach einem schwachen Geschäftsausblick mehr als fünf Prozent verloren. Geht es nach dem Analysten Jay Sole von der Bank UBS, ist das Ende der aktuellen Nike-Talfahrt an der Börse wohl noch nicht in Sicht. Mit den Gewinnschätzungen könnte es weiter bergab gehen und die Bewertung sei trotz des monatelangen Abwärtstrends nicht günstig.

Unter den Technologietiteln sackten die Aktien der Festplattenhersteller Western Digital und Seagate um 12,4 beziehungsweise 14 Prozent ab. Grund war ein Bericht der japanischen Zeitung Nikkei. Demnach will der Konkurrent Toshiba massiv in den Ausbau von Produktionskapazitäten für Hard Disks investieren.

Dagegen zogen die Aktien von ON Semiconductor um 4,6 Prozent und die von Synaptics um 13,8 Prozent an. ON will seine im Sommer bekannt gegebene Übernahme nun nicht mehr mit eigenen Aktien sondern bar bezahlen, womit die Transaktion für den Spezialisten für Leistungshalbleiter billiger wird.

Für die Anteilscheine von Tesla ging es um 5,6 Prozent nach oben. Die Auslieferungen des von Tech-Milliardär Elon Musk geführten E-Autobauers waren zwar im vergangenen Quartal gesunken, lagen aber über den Erwartungen von Analysten.

In dem starken Umfeld für Technologiewerte erreichten die Anteilscheine von Nvidia einen Höchststand und legten zuletzt um fast drei Prozent zu. Der Kursanstieg wurde in den letzten Wochen durch die Zuversicht beflügelt, dass KI-Agenten wie "Muse" von der Facebook-Mutter Meta die Nachfrage nach Halbleitern ankurbeln könnten. Die Aktien erhielten einen weiteren Schub, nachdem Nvidia am Montag bekannt gegeben hatte, dass es den Umfang seines Aktienrückkaufprogramms um die Rekordsumme von 150 Milliarden US-Dollar erhöhen werde. Damit steuert Nvidia als aktuell teuerstes börsennotiertes Unternehmen der Welt auf eine Marktkapitalisierung von mittlerweile sechs Billionen Dollar zu./la/he

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0208 2026-10-02/17:12

Relevante Links: Toshiba Corp., Tesla Inc., ON Semiconductor Corp., NIKE Inc., Meta Platforms Inc., Western Digital Corp., NVIDIA Corporation, Seagate Technology, Synaptics Inc.

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