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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax unter 25.000 Punkten - 200-Tage-Linie hält

Der Dax hat am Donnerstag weitere Kursverluste erlitten. Mit einem Minus von 1,03 Prozent auf 24.939,35 Punkte rutschte der deutsche Leitindex am Ende doch noch unter die Marke von 25.000 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es letztlich sogar um 1,92 Prozent auf 30.251,37 Punkte bergab.

Auf seinem Tagestief bei 24.831 Punkten hatte sich der Dax zwar an der für den langfristigen Trend wichtigen 200-Tage-Linie gefangen. Komplett aufholen konnte er seinen Verlust aber nur kurzzeitig. Dann sorgten neben den schon vorher belastenden, hohen Ölpreisen und Anleiherenditen die schwächelnden US-Börsen für zusätzlichen Druck.

Marktexperte Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG sprach von einem "wilden Ritt um die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten". Nach dem bestandenen Test der wichtigen Unterstützung bei 24.800 Punkten, der "auf ausgeprägtes Kaufinteresse in diesem Bereich hindeutet" und ein positives Signal sei, bleibe aber abzuwarten, wie belastbar diese sei.

An der Dax-Spitze erholten sich die Aktien von Heidelberg Materials nach einem Tief seit April 2025 um 2,8 Prozent. Jefferies-Analystin Glynis Johnson ist zuversichtlich, was das operative Ergebnis des Zementherstellers im dritten Quartal betrifft. Sie erwartet zur Zahlenvorlage Anfang November trotz des schwierigen Umfelds ein Ergebniswachstum sowie eine Bestätigung der Jahresziele.

Beim Reifenhersteller Continental reichte es gegen den schwachen Markt für ein Kursplus von 0,4 Prozent. Letzte Signale des Managements vor der wegen der Quartalszahlen Anfang November anstehenden Schweigeperiode waren positiv ausgefallen. So hält UBS-Analyst David Lesne eine Aufstockung der Gesamtjahresziele für möglich. Das dritte Quartal dürfte stark ausgefallen sein und den operativen Ergebniskonsens übertreffen.

Die Fresenius -Titel gaben unterdessen um 2,1 Prozent nach. Der Medizin- und Krankenhauskonzern will seine Biopharma-Tochter mAbxience komplett übernehmen. Für die übrigen Anteile im Umfang von 45 Prozent zahlt er bis zu 750 Millionen Euro.

Dax-Schlusslicht war Bayer mit minus 5,3 Prozent. Laut JPMorgan-Analyst Richard Vosser dürften die frühen Konsensschätzungen für das dritte Quartal des Agrarchemie- und Pharmakonzerns wohl zu hoch sein.

Die Renk -Anteile gaben den vierten Tag in Folge nach und schlossen 2,7 Prozent tiefer. Diesmal litten sie unter einem negativen Analystenkommentar der Bank of America, die ihre Kaufempfehlung für die Rüstungsaktie strich. Für Hensoldt dagegen bekräftigte Branchenexperte David Holmes seine Kaufempfehlung. Außerdem nahm er die Aktien des Anbieters von Verteidigungs- und Sicherheitselektronik in die bankeigene Liste der besten Anlageideen im Nebenwertebereich auf. Die Aktien gewannen 0,9 Prozent.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging 1,5 Prozent tiefer aus dem Handel. Ähnlich schwach präsentierten sich die Aktienkurse in London und Zürich. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor zum europäischen Börsenschluss gut 0,6 Prozent, der technologielastige Nasdaq 100 nur etwa halb so viel./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416

AXC0263 2026-10-01/18:17

Relevante Links: Heidelberg Materials AG, Bayer AG, Continental AG, Fresenius SE & Co. KGaA, HENSOLDT AG, RENK GROUP AG INH O.N.

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