Friedenspreis an Nato und 'socioMovens'
Das Verteidigungsbündnis Nato und die kirchliche Initiative "socioMovens" sind mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet worden. Jeweils die Hälfte der Summe der mit 100.000 Euro dotierten Auszeichnung geht an die beiden Preisträger. Die Laudationen im Historischen Rathaus in Münster hielten Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der kanadische Kardinal Michael Czerny.
Vergeben wird der Preis alle zwei Jahre von der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL). Mit der Auszeichnung soll "die kontinuierliche Friedensarbeit" der Nato gewürdigt werden, so die Begründung des Veranstalters. In Zeiten globaler Unsicherheit schaffe die Institution Verlässlichkeit, fördere Partnerschaft und ermögliche Frieden durch Stabilität hervor. Die Stiftung "socioMovens" mit Sitz in Dortmund wurde mit dem Jugendpreis für ihre Projekte mit jungen Menschen in Mittel- und Osteuropa geehrt.
Begleitet wurde die Veranstaltung von hohen Sicherheitsauflagen und mehreren Protestveranstaltungen in der Innenstadt von Münster. Mehrere Gruppen hatten im Vorfeld Kritik an der Wahl der Nato als Preisträger geäußert.
Erinnern soll der Preis an den Westfälischen Frieden von 1648, der in den Rathäusern von Münster und Osnabrück geschlossen wurde. Mit ihm endete der Dreißigjährige Krieg, und er gilt als Beitrag zur europäischen Friedensordnung unter gleichberechtigten Staaten.
Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre zählen der französische Staatspräsident Emmanuel Macron (2024), die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen (2018) und der jordanische König (2016) sowie die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS (2014)./lic/DP/nas
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