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Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis dreht nach oben / Goldpreis behauptet

Die Ölpreise haben sich am Donnerstagvormittag nach etwas schwächerem Beginn wieder mit festerer Tendenz gezeigt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember stieg zuletzt um 2,4 Prozent auf 100,38 US-Dollar. An den Märkten ist zum Monatswechsel nun der Dezember-Future relevant.

Die starken Preisschwankungen werden am Ölmarkt damit erklärt, dass die Anleger zwischen einem wieder gestiegenen Liefervolumen an Rohöl aus der Krisenregion am Persischen Golf und der Möglichkeit einer weiteren Eskalation im Iran-Krieg abwägen müssen. Im September waren die Ölpreise tendenziell gestiegen, da die USA und der Iran bei den Bemühungen um ein dauerhaftes Friedensabkommen mit einer vollständigen Wiederöffnung der Straße von Hormuz keine Fortschritte erzielt haben.

Die Ermittlung der Mengen an Rohöl, die tatsächlich aus den Fördergebieten am Persischen Golf geliefert werden, gestaltet sich schwierig. Zuletzt gab es mehrfach Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormuz. Die US-Investmentbank Goldman Sachs schätzt, dass in der vergangenen Woche täglich rund 23 Millionen Barrel Öl den Nahen Osten verließen - sowohl über die Straße von Hormuz als auch über andere Exportwege wie das Rote Meer. Dieser Wert entspreche dem Durchschnitt des Vorjahres.

Angesichts hoher Gaspreise und Sorgen vor dem Winter sendet Norwegen ein beruhigendes Signal nach Europa. Der staatliche Betreiber der Gasleitungen und -anlagen, Gassco, teilte am Donnerstag mit, das Land sei für große Lieferungen im kommenden Winter gerüstet. Norwegen ist seit der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 zum größten Gaslieferanten Europas aufgestiegen und deckt rund 30 Prozent der Nachfrage der EU und Großbritanniens. Die Zusage kommt zu einer Zeit angespannter Märkte. Die europäischen Gaspreise haben sich 2026 auf rund 73 Euro je Megawattstunde (MWh) mehr als verdoppelt, nachdem der Krieg der USA und Israels gegen den Iran die Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) stark eingeschränkt hatte.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat mitteilte, betrug der Korbpreis am Mittwoch 107,30 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Dienstag hatte der Preis 109,54 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Der Goldpreis notierte am Donnerstagvormittag nur wenig verändert. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.158,79 US-Dollar gehandelt. Das waren marginale 0,04 Prozent mehr als am Vorabend.

ger/ste

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