dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 30.09.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: BMW stellt Anleger auf Durststrecke ein - Keine schnelle
Erholung
MÜNCHEN - Der Autobauer BMW bleibt angesichts der
Branchenkrise vor allem im wichtigen Markt China auch für die
kommenden Jahre vorsichtig. Zwar peilt der neue Konzernchef Milan
Nedeljkovic in der Autosparte weiter die angestammte
Prognosebandbreite von 8 bis 10 Prozent Gewinnmarge vor Zinsen und
Steuern an, wie der Dax -Konzern am Mittwoch in
München mitteilte. Allerdings dürfte das erst wieder zu Beginn des
kommenden Jahrzehnts zu schaffen sein. Als Zwischenschritt soll die
am Aktienmarkt viel beachtete operative Marge 2028 zwischen 3 und 5
Prozent betragen, nach den für dieses Jahr nach der jüngsten
Gewinnwarnung noch anvisierten 1 bis 3 Prozent.
GARBSEN - Der Laserspezialist LPKF senkt seine
Prognose für das laufende Jahr. Ein größerer Solar-Auftrag verzögere
sich, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Garbsen mit. Zudem
würden sich Bestellungen im zukunftsträchtigen
Advanced-Packaging-Markt für Halbleiter nach hinten schieben. Die
Aktie des im SDax notierten Unternehmens fiel
daraufhin um fast 13 Prozent.
MÜNCHEN - Der Tickethändler und Veranstalter CTS Eventim
muss sich einen neuen Finanzchef suchen. Mit William
Willms scheide der bisherige Finanzvorstand der Eventim Management
AG, der persönlich haftenden Gesellschafterin des Konzerns, mit
sofortiger Wirkung aus dem Vorstand aus, teilte CTS Eventim am
Mittwoch in München mit. Gründe nannte der MDax
-Konzern zunächst keine. Übergangsweise übernehme der
Manager Philipp Knigge die Aufgaben von Willms. Der Aktienkurs von
CTS Eventim fiel auf die Nachrichten hin um fast 6 Prozent.
ROUNDUP: Mercedes-Benz reaktiviert Abfindungsprogramm in Deutschland
STUTTGART - Mercedes-Benz legt sein
Abfindungsprogramm für Beschäftigte in Deutschland neu auf. Das
Programm starte voraussichtlich im Dezember, teilte der Autobauer in
Stuttgart mit. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.
HANNOVER - Volkswagen will nach Angaben von IG Metall
und Betriebsrat eine Reihe von Tarifverträgen kündigen. Das habe der
VW -Vorstand bei einem Gespräch in Hannover
angekündigt, teilte die Arbeitnehmerseite mit. VW wolle die
Kündigungen noch am Mittwoch übermitteln. Welche Vereinbarungen
genau betroffen sind, blieb zunächst unklar.
Für Gerresheimer laufen Geschäfte wieder besser - Zweite
Jahreshälfte im Fokus
DÜSSELDORF - Die Geschäfte des Verpackungsspezialisten Gerresheimer
haben sich im zweiten Quartal besser entwickelt als
zu Beginn des Geschäftsjahres. Vorläufigen Berechnungen zufolge
setzte das Unternehmen im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende Mai)
mit 578 Millionen Euro 55 Millionen Euro mehr um als in den ersten
drei Monaten, wie Gerresheimer am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.
Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und
Abschreibungen legte im Vergleich zum Vorquartal um 35 Millionen
Euro auf 102 Millionen Euro zu. Allerdings schrumpften Erlös und
operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im zweiten
Geschäftshalbjahr soll es dann noch besser laufen. Zudem kommen die
besiegelten Verkäufe der Bereiche Centor und Primary Packaging
Plastics voran. Die Aktie legte zuletzt um 3,5 Prozent zu.
ROUNDUP 2/Trump: KI-Firmen sollen sich selbst beaufsichtigen
WASHINGTON/SAN FRANCISCO - US-Präsident Donald Trump will trotz
Warnungen vor existenziellen Risiken Künstlicher Intelligenz die
Aufsicht über die Technologie ihren Entwicklern selbst überlassen.
Die Unternehmen würden sich selber kontrollieren, sagte Trump nach
einem Treffen mit Chefs von KI-Unternehmen in Washington.
LEG-Chef sieht Enteignungsdebatte mit großer Sorge
DÜSSELDORF - Der Düsseldorfer Wohnimmobilienkonzern LEG
besitzt zwar keine einzige Wohnung in Berlin, blickt
aber mit großer Sorge auf die Enteignungsdebatte in der
Bundeshauptstadt. "Meine Auffassung ist, dass Eigentum individuelle
Freiheit garantiert", sagte Unternehmenschef Lars von Lackum der
Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX und der Deutschen Presse-Agentur
dpa. Eigentum infrage zu stellen, führe auch dazu, dass man
individuelle Freiheiten infrage stelle, sagte von Lackum weiter. Mit
einer Vergesellschaftung von Wohneigentum würde ein ganz anderes
Gesellschaftssystem geschaffen. Der Staat sei dann alleiniger
Eigentümer von Wohnungen und für die Verteilung des weiterhin
knappen Wohnraums verantwortlich.