BMW stellt Anleger auf längere Durststrecke ein - Keine schnelle Erholung
Der Autobauer BMW bleibt
angesichts der Branchenkrise vor allem im wichtigen Markt China auch
für die kommenden Jahre vorsichtig. Zwar peilt der neue Konzernchef
Milan Nedeljkovic in der Autosparte weiter die angestammte
Prognosebandbreite von 8 bis 10 Prozent Gewinnmarge vor Zinsen und
Steuern an, wie der Dax -Konzern am Mittwoch in
München mitteilte. Allerdings dürfte das erst wieder zu Beginn des
kommenden Jahrzehnts zu schaffen sein. Als Zwischenschritt soll die
am Aktienmarkt viel beachtete operative Marge 2028 zwischen 3 und 5
Prozent betragen, nach den für dieses Jahr nach der jüngsten
Gewinnwarnung noch anvisierten 1 bis 3 Prozent.
Die BMW-Aktie legte am Mittwoch um fast drei Prozent zu und machte
damit Vortagsverluste mehr als wett. Analysten waren bereits am
Dienstag über die wesentlichen Planungen der kommenden Jahre
informiert worden. Aussagen dazu hatten die Aktie im späten Handel
zwischenzeitlich deutlich unter Druck gesetzt. Die Markterwartungen
lagen zuvor eher im oberen Bereich der neuen Spanne für 2028. Dass
es wohl erst zu Beginn des nächsten Jahrzehnts eine Rückkehr zu
alter Stärke bei der Profitabilität geben würde, hatte Nedeljkovic
bereits selbst Ende Juli durchblicken lassen./men/mne/jha/