ROUNDUP: 'Größte Investition' - Milliarden für Nato-Drehscheibe
Nach monatelangen Verhandlungen haben sich Bund, Bundeswehr und das Land Bremen geeinigt, wie der Hafen in Bremerhaven als Nato-Drehscheibe ertüchtigt werden soll. "Das ist die größte Investition hier", sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung.
Welche Bedeutung der Hafen im Ernstfall hat
Der Bund steckt rund 1,35 Milliarden Euro in den sogenannten "Deployment Hub Bremerhaven 2031". Im Verteidigungsfall werden Bundeswehr und Nato Personal und Material über den Hafen Bremerhaven und den Bremer Flughafen verlegen. Dafür muss die dortige Infrastruktur modernisiert und ausgebaut werden.
Der Standort sei im Ernstfall entscheidend für die Verteidigung, betonte Pistorius. "Zehntausende Soldatinnen und Soldaten brauchen Unterkunft, Verpflegung. Maschinen und Geräte müssen gewartet und entsprechend betrieben werden." Was an militärischem Material von Verbündeten im Hafen ankomme, müsse dann über Brücken, Straßen und Schienen weitertransportiert werden.
Wo investiert wird - und warum die Zeit drängt
Um das leisten zu können, sind mehr als 40 Investitionen geplant. So sollen unter anderem eine neue Schwerlastbrücke und mehrere Schwerlastflächen im Hafen, ein Teil der Stromkaje, ein Verbindungskanal mit Drehbrücke sowie verschiedene Binnenkajen im Kaiserhafen gebaut und ertüchtigt werden. Hinzu kommen Vertiefungen von Hafenbecken, eine neue Feuerwache sowie der Ausbau von Straßen und Bahnverbindungen. Auch der Flughafen Bremen soll profitieren, etwa mit mehr Logistikfläche.
Der Bremer Senat beteiligt sich mit 200 Millionen Euro, weitere Gelder kommen von Privatinvestoren. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen und bis 2031 abgeschlossen sein, sagte Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD). "Das wird nochmal eine richtige Herausforderung."/miu/DP/jha
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