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Wadephul verlangt von Slowakei mehr Solidarität gegen Moskau

Außenminister Johann Wadephul hat von der Slowakei mehr Bündnissolidarität in den Maßnahmen gegen Russland gefordert. In einer gemeinsamen Erklärung hätten beide Länder ihre "umfassende Unterstützung für die Ukraine" bekräftigt, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanar in der Hauptstadt Bratislava.

Für den deutschen Außenminister gehört dazu auch die Abkoppelung von russischen Energielieferungen. Dafür müssten alle Partner "gemeinsam einstehen", sagte er an Blanar gerichtet. Auf Russland müsse "mehr Druck" ausgeübt werden: "Russland zeigt keine Bereitschaft zu Frieden", die Ukraine dagegen habe "ihre Bereitschaft wiederholt erklärt", betonte Wadephul.

Ohne die Slowakei direkt beim Namen zu nennen sagte Wadephul, es wäre "nicht nur unsolidarisch, es wäre unverantwortlich", infrage zu stellen, dass die größte Gefahr für Europa "Putins kriegerischer Imperialismus" sei. Die EU könne sich keine Blockaden durch einzelne Mitgliedstaaten etwa bei Sanktionen leisten.

Slowakei will sich nicht völlig von russischer Energie lösen

Blanar stimmte der Verurteilung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zwar grundsätzlich zu. Der Angriffskrieg Moskaus sei eine grobe Verletzung des Völkerrechts und inakzeptabel. Andererseits bleibe die Slowakei bei ihrer Haltung, dass es für den Krieg im Nachbarland Ukraine keine militärische Lösung geben könne. Es sei unausweichlich, mit Russland in Dialog zu treten: "Russland wird nicht von der Landkarte verschwinden."

Für die Slowakei sei der von Deutschland geforderte Ausstieg aus russischer Energie wegen jahrzehntelanger Verflechtungen schwer zu verwirklichen, gab Blanar zu bedenken. "Die Slowakei hat ihre ganze Infrastruktur auf der Grundlage russischer Energielieferungen aufgebaut." Sich nun davon lösen zu müssen, mache "riesige Probleme" und sei nicht so schnell zu bewerkstelligen.

Zwar arbeite die Slowakei an Diversifizierungen wie etwa durch Erdgas aus Algerien. Diese Alternativen würden aber nicht "von heute auf morgen" gehen. Bei Öl arbeite man an einer Alternativvariante über die Adria-Pipeline aus Kroatien, doch sei deren Kapazität nicht ausreichend./ct/bk/DP/mis

AXC0148 2026-09-29/12:43

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