Aktien Frankfurt Schluss: Dax rutscht mit US-Schwäche knapp ins Minus
Der Dax hat sich am Montag der
Schwäche der US-Börsen nicht ganz entziehen können. Erst im späten
Handel drehte der deutsche Leitindex ins Minus und schloss 0,13
Prozent tiefer mit 25.374,42 Punkten. Davor hatte er den wieder
kräftig steigenden Ölpreisen und Anleiherenditen sowie neuen
Negativ-Schlagzeilen aus der KI-Branche getrotzt.
Immerhin hielt einmal mehr die Unterstützung im Bereich der für den
mittel- bis langfristigen Trend wichtigen 100-Tage-Linie. Der MDax
der mittelgroßen Unternehmen sank letztlich um 0,44
Prozent auf 30.895,59 Punkte.
"In der aktuell eher düsteren Gemengelage haben sich die Anleger in
Frankfurt heute weiter an den Strohhalm der Diplomatie geklammert",
kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Die
Hoffnung stirbt zuletzt." Deren Fragilität lasse sich derzeit
besonders gut an den Öl- und Goldpreisen ablesen, "die derzeit die
Seismografen der Diplomatie im Nahen Osten sind".
Zeitgleich gerate das Thema KI als Marktstütze durch die Sorgen um
den Hyperscaler Oracle und die Finanzierung der
enormen Investitionen in KI-Rechenzentren sowie durch die
Trainingspause von OpenAI ins Wanken, so der Experte weiter. Dies
zwinge die Anleger dazu, "ihre bisherigen Annahmen über Wachstum und
Monetarisierung im KI-Sektor neu zu kalkulieren"./gl/he