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Österreichische Staatsanleihen im Späthandel uneinheitlich / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe stieg um 1 Basispunkt auf 3,83 Prozent

Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Montagnachmittag uneinheitlich gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist um 1 Basispunkt auf 3,83 Prozent gestiegen. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 22 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,35 Prozent auf 119,39 Punkte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) will laut ihrer Präsidentin Christine Lagarde mit Augenmaß auf die Inflation reagieren. Diese bewege sich auf einem "mittleren" Pfad, der von der EZB lediglich maßvolle Zinserhöhungen erfordere, bekräftigte sie am Montag bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des Europäischen Parlaments. Die EZB erwarte zwar eine höhere Inflation, sehe aber bisher keine Anzeichen dafür, dass sie sich verfestige.

"Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir keine Belege dafür, dass sich die Energiepreise auf die Löhne übertragen", so die EZB-Chefin. Lagarde hatte bereits bei früherer Gelegenheit betont, dass sich die Zinsen nicht im Gleichschritt mit den Energiepreisen bewegten. Mit den jüngsten Äußerungen wurden Zinsfantasien an den Finanzmärkten gedämpft. Dort gilt eine Erhöhung auf der EZB-Ratssitzung Ende Oktober als weniger wahrscheinlich. Eine Zinserhöhung im Dezember ist aber weiterhin weitgehend eingepreist.

Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:

Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten)
2 Jahre     3,19   3,24       -0,05                       -2
5 Jahre     3,51   3,53       -0,02                        9
10 Jahre    3,83   3,82        0,01                       22
30 Jahre    4,17   4,12        0,05                       21

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