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Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis steigt auf 108,13 US-Dollar / Uneinigkeit offenbar über neue Gespräche im Iran-Krieg - Goldpreis gibt deutlich nach

Die Ölpreise haben zum Wochenauftakt wieder kräftig zugelegt. Am Montagvormittag stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November um 3,6 Prozent auf 108,13 US-Dollar. Uneinigkeit gibt es offenbar über neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormuz.

Vertreter der Kriegsparteien USA und Iran waren vor ein paar Tagen am Rande der UNO-Generalversammlung in New York erstmals seit Monaten wieder zu Verhandlungen zusammengekommen. Kurz darauf wurde ein neuer iranischer Vorschlag zur Straße von Hormuz bekannt, den US-Präsident Donald Trump allerdings am Samstag ablehnte. Er rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Verhandlungen mit dem Iran. "Sie wollen ein Abkommen schließen, aber es ist nicht das Abkommen, das ich schließen möchte", zitierte ihn das Nachrichtenportal "Axios" aus einem Telefongespräch. Es sei das, worauf man sich vielleicht vor einem Jahr geeinigt hätte. Der Iran habe den Bogen überspannt, sagte Trump demnach mit Blick auf den jüngsten Vorschlag des Irans, den der US-Präsident bereits zuvor abgelehnt hatte.

Nach Angaben von "Axios" erwartet Trump die neuen Gespräche für kommende Woche. Zwei regionale Quellen bestätigten dem US-Medium diese Pläne demnach. Sie rechneten bereits ab Montag mit einer weiteren Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und dem Iran, berichtete "Axios". Die iranische Delegation in New York habe "keine Pläne für Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten", berichtete allerdings die offizielle Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf Delegationskreise.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Ölpreise angesichts widersprüchlicher Signale zu den Verhandlungen stark geschwankt. Der Brent-Preis ist seit Jahresbeginn um rund 75 Prozent gestiegen. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran geht inzwischen in seinen achten Monat und verstärkt den Inflationsdruck.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Montag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Freitag 112,78 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Donnerstag hatte der Preis 114,53 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Der Goldpreis gab deutlich nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.143,28 US-Dollar gehandelt. Das waren 3,36 Prozent weniger als am Freitagabend. Der Goldpreis steuert damit in diesem Monat auf ein Minus von etwa sechs Prozent zu, nachdem die US-Notenbank Fed die erste Zinserhöhung seit 2023 vorgenommen hat und weitere Schritte im Kampf gegen die hartnäckige Inflation erwartet werden.

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