SAP-Chef sieht historische Wachstumschance durch KI-Produkte
SAP
Der unweit des Hauptsitzes aufgewachsene Klein ist bereits seit 1999 bei SAP und seit 2019 Vorstandsvorsitzender. Klein richtet den Softwarekonzern gerade stark auf neue Geschäfte mit KI-Produkten aus, nachdem er in den Jahren zuvor eine Verlagerung der Geschäfte in die Cloud angestoßen hatte.
Auf einer Kundenkonferenz Mitte Mai in den USA hat SAP das "autonome Unternehmen" vorgestellt. Mit einer einheitlichen KI-Plattform sollen die Geschäftsabläufe der Kunden optimiert werden. SAP-KI-Agenten sollen Klein zufolge in den Geschäftsprozessen, Daten und der Unternehmensteuerung verankert werden, Ergebnisse liefern und Kosten einsparen.
Klein: KI in Unternehmenswelt vor breitem Durchbruch
SAP wäre auch mit der Weiterentwicklung von Software und Applikationen gut vorangekommen, sagte Klein. "Aber KI-Agenten geben unseren Kunden - und damit uns - einen ganz anderen Hebel", sagte der 46 Jahre alte Konzernlenker. "In der Unternehmenswelt steht die KI im Moment kurz vor dem breiten Durchbruch", sagte Klein. Jetzt gehe es darum, die Stärken der eigenen Plattform im großen Maßstab bei den Kunden unter Beweis zu stellen. "Wir sehen große Fortschritte und sind überzeugt, dass SAP-Agenten am Ende bessere Ergebnisse bringen", sagte Klein. Allein auf die großen Sprachmodelle bekannter KI-Firmen zu setzen, hätte SAP hingegen austauschbar gemacht.
"Unsere KI-Agenten erzielen enorme Produktivitätsgewinne", sagte Klein. Er denke, dass die Kunden schrittweise immer mehr Verantwortung an die Agenten übertragen. "Aber ein KI-Agent wird in kritischen Unternehmensbereichen auch künftig nicht zu 100 Prozent autonom agieren", sagte Klein. Am Ende trage immer ein Mensch die Verantwortung.
SAP zählt zu den wertvollsten Dax
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