Metall-Tarifrunde: IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld
Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für die gut 3,7 Millionen Beschäftigten in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Zudem will die Gewerkschaft in der Tarifrunde eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in "Boom-Unternehmen" durchsetzen sowie über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten verhandeln. Der neue Tarifvertrag soll nach Vorstellung der Gewerkschaft eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
"Wir gehen mit kämpferischem Realismus in die Verhandlungen", sagte die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner in Frankfurt. "Statt Krisenrhetorik, Angriffen auf soziale Standards und Schwarzmalerei erwarten die Beschäftigten sichere Jobs, Ausgleich für gestiegene Preise und einen gerechten Anteil an den Gewinnen der Unternehmen. Verlagerungsdrohungen als Ablenkungsmanöver von Management-Versagen akzeptieren wir nicht."
Erste Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden auf regionaler Ebene sind ab dem 7. Oktober geplant. Warnstreiks sind ab November möglich.
Gewerkschaft will Reallöhne und Jobs sichern
Die IG Metall hatte bereits vor zwei Wochen klargemacht, dass sie in der Tarifrunde für die Beschäftigten in der Autoindustrie, im Maschinenbau, in Metallbearbeitung und Elektrotechnik mindestens die Reallöhne sichern will. Sprich: Nach Abzug der zuletzt gestiegenen Inflation sollen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Geld in der Tasche haben.
Die Tarifrunde für die größte deutsche Industriebranche steht im
Zeichen eines massiven Stellenabbaus in der Autoindustrie, wo auch
Werksschließungen drohen, etwa bei VW
Nicht verhandelt wird für die Beschäftigten der kriselnden
Volkswagen
ISIN DE0005190003 DE0007100000 DE0005439004 DE000SHA0100 DE000AUM0V10
AXC0110 2026-09-23/11:10
Relevante Links: BMW AG, Continental AG, Mercedes-Benz Group, Aumovio SE, SCHAEFFLER AG INH. O.N., Volkswagen AG