ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow schwächelt - Nasdaq mit Rekord
Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag trotz
verhalten positiver Meldungen zum Nahostkonflikt keine einheitliche
Richtung eingeschlagen. Während die Standardwerte an der Wall Street
mehrheitlich nachgaben, ging es für die Technologietitel an der
Nasdaq weiter nach oben.
Der Dow Jones Industrial verlor letztlich 0,36
Prozent auf 51.863,69 Punkte. Der marktbreite S&P 500
notierte praktisch unverändert bei 7.764,64 Zählern. Für den Nasdaq
100 ging es im späten Handel auf ein Rekordhoch von
30.770 Punkte. Am Ende stand ein Kursgewinn von 0,82 Prozent bei
30.732,40 Punkten zu Buche.
Unterdessen kommt wieder Bewegung in die diplomatischen Bemühungen
um ein Ende des Iran-Kriegs. Vertreter der USA und des Irans haben
sich nach Angaben von Präsident Donald Trump am Rande der
UN-Generaldebatte in New York getroffen. Das Gespräch am Dienstag
sei "sehr gut" gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte Trump
dort vor Reportern, ohne konkrete Angaben zu allen Teilnehmern des
Treffens zu machen. Direkte Gespräche zwischen US-amerikanischen und
iranischen Vertretern fanden zuletzt im Juni in der Schweiz statt.
Aus Branchensicht standen vor allem Aktien großer Banken,
Versicherer und Online-Reiseveranstalter unter Verkaufsdruck.
Anleger befürchteten, dass Tools wie der neue KI-Assistent von Meta
, Muse, Geschäftsmodelle von Unternehmen
beeinträchtigen könnten, die von der sogenannten
"Verbraucherträgheit" profitieren - der Tendenz, aus Gewohnheit
weiterhin etwas zu kaufen, selbst wenn es eine bessere Alternative
gibt.
So verloren die Papiere von JPMorgan , Morgan Stanley
und Wells Fargo um bis zu 4 Prozent.
Der Versicherer Allstate und das Wertpapierhaus Charles Schwab Corp.
büßten 5,5 respektive 6,1 Prozent ein.
Die Aktien von Amgen verteuerten sich an der
Dow-Spitze um 4,3 Prozent. Der Pharmakonzern hatte positive
vorläufige Ergebnisse einer Phase-3-Studie zum Präparat Dazodalibep
gegen die Autoimmunerkrankung Sjögren-Syndrom vorgelegt.
Schlusslicht im Dow waren die Titel des Telekomindustrie-Ausrüsters
Cisco , die ohne fundamentale Nachrichten um 4,5
Prozent auf den tiefsten Stand seit Mai abrutschten.
Die Aktien von Shopify legten um 7,1 Prozent zu,
nachdem neue Tools von Partnerunternehmen eingeführt worden sind,
die Shopify-Händlern den grenzüberschreitenden Vertrieb, den Versand
und den internationalen Handel vereinfachen sollen.
Die Papiere des asiatischen Fahrdienstleisters und Tech-Unternehmens
Grab verbuchten ein Kursplus von 8,6 Prozent. Ihnen
half die Meldung, dass Konzernchef Anthony Tan der US-Börsenaufsicht
SEC umfangreiche Aktienkäufe gemeldet hatte.
Auch beim Videospiele-Händler Gamestop sorgten
sogenannte Insider-Aktienkäufe für einen Kursanstieg von 5,6
Prozent.
Die in New York gelisteten Anteilsscheine von Alibaba
stiegen um 0,5 Prozent. Der chinesische Online-Händler bringt den
nach eigenen Angaben leistungsstärksten KI-Chip Chinas auf den
Markt. Dieser soll dem Branchenführer Nvidia
Konkurrenz machen und den massiven Ausbau der eigenen
Rechenzentrumskapazitäten in den kommenden Jahren
unterstützen./edh/nas