Wiener Börse (Mittag) - Leitindex ATX dreht in die Gewinnzone / ATX plus 0,5 Prozent - AT&S legt weiter zu
Der Wiener Aktienmarkt hat am Dienstag nach anfänglichen Abschlägen in die Gewinnzone gedreht. Der heimische Leitindex ATX lag um die Mittagszeit mit plus 0,47 Prozent bei 6.932,97 Punkten. Der ATX Prime ging 0,41 Prozent auf 3.394,47 Zähler hinauf. Damit folgte Wien dem europäischen Trend.
Ölpreise und gute Vorgaben aus den USA und Asien sorgten für Rückenwind. Die Ölpreise sind am Dienstag nach frühen Gewinnen wieder gefallen. Der Preis der weltweiten Referenzsorte Brent für Rohöl aus der Nordsee gab zur Wochenmitte den fünften Handelstag in Folge nach. Zuletzt wurde ein Barrel (159 Liter) bei 99,49 US-Dollar (86,59 Euro) gehandelt und damit fast ein Prozent niedriger als am Vortag. Zeitweise wurde ein Tagestief von 98,68 Dollar erreicht.
Datenseitig gibt es heute international keine echten Aufreger. Einzig das vorläufige Verbrauchervertrauen in der EWU erscheint den Analysten der Helaba erwähnenswert. Vor dem Hintergrund der deutlich erhöhten Spritpreise und der Korrektur an den Aktienbörsen sei mit einer Stimmungseintrübung zu rechnen, heißt es dazu. Gute Vorgaben kommen aus den USA und Asien, wo es an den Börsen Kursgewinne gab.
Vor allem technologielastige Werte zogen international an. Das zog wiederum die Papiere des Halbleiterproduzenten AT&S in die Höhe, die 5,9 Prozent zulegen konnten. AT&S baut zudem laut einer Unternehmensmitteilung die Zusammenarbeit mit dem Silicon-Valley-Unternehmen Marvell Technology weiter aus. Im Rahmen der Kooperation werden die Kapazitäten für moderne IC-Substrate erhöht.
Der Ölpreis wiederum hat die OMV mitgenommen. Nach anfänglichen Gewinnen fanden sich OMV zuletzt bei minus 1,1 Prozent. In Europa war der Stoxx Europe 600 Oil & Gas das schwächste Branchensegment.
Dietmar Heinisser, Vorstand beim steirischen Anlagenbauer Andritz, ist aus "persönlichen Gründen" zurückgetreten. Andritz traten bisher auf der Stelle. Am Ende des ATX-Segments standen VIG mit Abschlägen von 1,3 Prozent.
Die schwergewichteten Bankentitel fanden noch keine gemeinsame Richtung. RBI und BAWAG gewannen 0,7 Prozent bzw. 0,2 Prozent. Erste Group fielen um 0,2 Prozent.
Asta Energy Solutions hat heute bekanntgegeben, rund 17 Mio. Euro in eine neue Kupfer-Recyclinganlage im niederösterreichischen Oed (Bezirk Wiener Neustadt) zu investieren. Die ersten Maschinen werden heuer bestellt, die Produktion soll Ende 2029 starten. Für Asta Energy ging es heute im Vienna Global Market-Segment jedoch um 3,6 Prozent hinunter.
moe/ger
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