dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 21.09.2026 - 15.15 Uhr
Novo Nordisk bleibt bei Umsatzzielen hinter den Erwartungen zurück -
Kurs sinkt
BAGSVAERD - Der Pharmakonzern Novo Nordisk hat mit
seinen mittelfristigen Wachstumsambitionen enttäuscht. Zwar will das
Unternehmen bis 2030 aus eigener Kraft im Schnitt pro Jahr genauso
schnell wachsen wie die Konkurrenz und die operative Marge mit Blick
auf 2030 weitgehend stabil halten. Anleger hatten sich von dem
Kapitalmarkttag am Montag aber ehrgeizigere Umsatzziele erhofft und
zudem von Unternehmenschef Mike Doustdar konkrete Sanierungspläne
erwartet, nachdem der dänische Arzneimittelhersteller seine
Führungsposition auf dem boomenden Markt für Abnehmmedikamente an
den US-Konkurrenten Eli Lilly & Co verloren hatte. Die Aktie büßte
am Montag bis zum Mittag rund 5,5 Prozent an Wert ein.
WOLFSBURG - Angesichts der Krise bei Europas größtem Autobauer
fordert VW -Betriebsratschefin Daniela Cavallo einen
Beitrag der Anteilseigner. "Auch unsere Aktionärinnen und Aktionäre
müssen ihren Teil zur Krisenbewältigung beisteuern. Dazu gehört,
dass so viel Geld wie möglich im Unternehmen bleibt, um die teure
Transformation zu finanzieren", sagte Cavallo laut Mitteilung bei
einer Aktion im VW-Stammwerk in Wolfsburg. Sie dürften nicht nur in
Richtung Belegschaften schauen und dort Verzicht verlangen. Größter
VW-Anteilseigner ist die Eigentümerfamilie Porsche-Piech, die ihre
Aktien in der Beteiligungsgesellschaft Porsche SE
gebündelt hat. Zweitgrößter Aktionär ist das Land Niedersachsen.
Societe Generale peilt weiter steigende Renditen an - Hohe
Ausschüttungen
PARIS - Die französische Großbank Societe Generale
rechnet mittelfristig mit einer deutlich höheren
Eigenkapitalrendite. Um das Ziel zu erreichen, möchte Bankchef
Slawomir Krupa die Kosten weiter senken. Zudem sollen die Erlöse
steigen. Auf diese Weise soll die Rendite auf das materielle
Eigenkapital (RoTE) bis 2029 auf 13 bis 14 Prozent sowie auf mehr
als 15 Prozent in den Jahren danach klettern. Nach der Vorlage der
Halbjahreszahlen hatte die französische Bank das Renditeziel für das
laufende Jahr auf etwa elf Prozent erhöht. Krupa kündigte in der
Mitteilung zu dem am Montag stattfindenden Kapitalmarkt an, bis zum
Jahr 2029 mindestens 21 Milliarden Euro in Dividendenzahlungen und
Aktienrückkäufe stecken zu wollen. Damit sollen rund die Hälfte der
erzielten Gewinne direkt und indirekt an die Aktionäre ausgeschüttet
werden.
Ärger um Standortdaten: Google muss 400 Millionen zahlen
DUBLIN - Der US-Techgigant Google muss wegen
Verstößen gegen die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
mehr als 400 Millionen Euro Strafe zahlen. Das teilte die irische
Datenschutzkommission DPC mit. Demnach geht es um den Umgang mit
Standortdaten von Nutzern zwischen 2018 und 2020. Beanstandet wurde
die Verarbeitung der Standortdaten in den Bereichen Web- und
App-Aktivitäten, Standortverlauf und Standortgenauigkeit.
Norma Group verkleinert Vorstand nach Verkauf des
Wassermanagement-Geschäfts
MAINTAL - Der Verbindungstechnikhersteller und Autozulieferer Norma
Group verkleinert im Zuge seines Umbaus den Vorstand.
Mit dem für das Tagesgeschäft zuständigen Chief Operating Officer
Daniel Heymann habe man sich im gegenseitigen Einvernehmen darauf
verständigt, die vertragliche Zusammenarbeit zu beenden, teilte das
Unternehmen am Montag mit. Heymann sei zum 14. September aus dem
Vorstand ausgeschieden. Die Entscheidung trage der veränderten Größe
und Aufstellung der Norma Group Rechnung, die zuletzt ihr
Wassermanagement-Geschäft verkauft hatte. Norma richtet sich
mittlerweile verstärkt auf Fahrzeughersteller und Industriekunden
aus./mis
Berentzen stimmt Übernahme durch US-Konzern Sazerac zu - Aktie zieht
an
HASELÜNNE - Der niedersächsische Schnaps- und Getränkehersteller
Berentzen steht kurz vor der Übernahme durch den auf
Whiskey spezialisierten US-Konkurrenten Sazerac. Mit dem
Branchenriesen sei eine Zusammenschlussvereinbarung unterzeichnet
worden, gab Berentzen am Montag per Ad-hoc-Mitteilung bekannt.
Sazerac wolle ein öffentliches Übernahmeangebot von 5,55 Euro je
Aktie für alle Aktien der Berentzen-Gruppe abgeben. Das Angebot
unterliege einer Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus eine
Aktie. Die Transaktion werde voraussichtlich im vierten Quartal 2026
abgeschlossen sein. Die Berentzen-Aktie zog vorbörslich deutlich an.