Frederiksen: Keine Details vor Unterzeichnung von Grönland-Abkommen
Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hält sich nach dem verkündeten Durchbruch im Streit um Grönland weiter mit Details zu dem Abkommen mit den USA zurück. Auf den Inhalt wolle sie erst genauer eingehen, wenn es eine unterzeichnete Vereinbarung gebe, sagte Frederiksen dänischen Medien zufolge vor ihrer Abreise zur UN-Generalversammlung in New York.
Sie verstehe, dass großes Interesse daran bestehe, was das Abkommen konkret bedeute. Sie selbst und Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen würden jedoch kein Abkommen unterzeichnen, "wenn es nicht gut für Grönland wäre", versicherte sie laut dem Sender TV 2.
Die USA, Dänemark und Grönland hatten am Freitagabend überraschend einen Durchbruch im Streit um die Insel verkündet. In der kommenden Woche werde voraussichtlich ein Abkommen mit den USA unterzeichnet, teilten die Regierungen von Dänemark und Grönland mit. Auch Nielsen reist der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge am heutigen Sonntag nach New York.
Dänischen Medien zufolge trifft Frederiksen US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen persönlich. Sie pflege ein "ausgezeichnetes Verhältnis" zu dem Republikaner, sagte sie demnach laut dem Rundfunk DR auf die Frage, ob sie sich auf die Zusammenkunft freue. Der Streit um die strategisch bedeutsame Insel, die zwar weitgehend autonom ist, aber zum dänischen Hoheitsgebiet gehört, hatte in den vergangenen Monaten für Spannungen zwischen Dänemark und den USA gesorgt.
Trump äußerte sich am Freitag bereits deutlich konkreter und erklärte, das Abkommen sei schon besiegelt. Dem Republikaner zufolge sichern sich die USA mit der Vereinbarung etwa weitreichende Befugnisse und Kontrolle über die Arktisinsel. Die dänische und grönländische Seite bestätigten die Darstellungen Trumps in dieser Form bisher nicht./pba/DP/zb
AXC0075 2026-09-20/18:03