, dpa-AFX

ROUNDUP: Linken-Kandidatin Eralp wirbt für 'Politikwechsel' in Berlin

Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp sieht die Berlin-Wahl in zwei Tagen als Richtungswahl. "Am Sonntag geht es um einen Politikwechsel", sagte die Politikerin der Deutschen Presse-Agentur zum Abschluss des Wahlkampfs. Es gehe um ein bezahlbares Berlin, in dem sich die Menschen die Miete und "die schönen Dinge des Lebens" noch leisten könnten. "Für ein Berlin, das seinen Menschen gehört und nicht den Interessen einiger Weniger", so Eralp.

"Diese Wahl ist auch eine Abstimmung über die Richtung, in die unser Land gehen soll, gegen Friedrich Merz und eine kalte Politik der sozialen Spaltung und Kürzungen." Sie kämpfe für Zusammenhalt, Respekt und ein besseres Leben für die Vielen, sagte Eralp. "Am Sonntag kann Berlin ein neues Kapitel aufschlagen. Überall sagen mir die Menschen, dass sie sich einen Neuanfang wünschen, für eine soziale, gerechte und zusammenführende Politik."

Eralp wies nochmals den Vorwurf vor allem der CDU zurück, die Linke tue nicht genug gegen Antisemitismus in ihren Reihen. "Ich stehe ganz klar für den Schutz von jüdischem Leben", sagte sie am Rande einer Kundgebung zum Wahlkampfabschluss in Mitte. "Dazu habe ich immer gestanden und habe mich klar und eindeutig positioniert." In Berlin müssten sich alle Menschen sicher fühlen können, egal ob jüdisch, muslimisch oder queer.

Am Sonntag wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Umfragen zufolge liefern sich Linke und CDU ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Wahlsieg. Zuletzt lag die Linke dabei zumeist knapp vorn. Zum Wahlkampfabschluss organisierte die Partei am Nachmittag eine Kundgebung vor dem Roten Rathaus, in das Eralp nach der Wahl gerne als Regierende Bürgermeisterin einziehen würde. Unter anderem möchte sie dann eine Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne angehen./kr/DP/zb

AXC0208 2026-09-18/17:10

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.