Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Kursverlusten / Zehnjährige Rendite steigt auf 3,73 Prozent
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben am Freitag nachgegeben. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um 5 Basispunkte auf 3,73 Prozent. Sie blieb somit nur wenige Basispunkte unter dem höchsten Niveau seit 2011, das im früheren Wochenverlauf erreicht wurde. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 21 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,26 Prozent auf 120,46 Punkte.
Anleihen zeigten weltweit eine Gegenbewegung von der Erholung am Vortag. Für zusätzliche Belastung sorgte, dass die Ölpreise anfängliche Abgaben zuletzt wieder eindämmten. Konjunkturdaten hatten dagegen kaum einen Einfluss auf den Rentenmarkt.
Die jüngste Stabilisierung infolge der Zinsanhebung der US-Notenbank Fed blieb damit nur von kurzer Dauer. Überraschend war der Schritt für die Finanzmärkte zwar nicht gewesen, doch die Signale für den weiteren Zinspfad waren restriktiver als erwartet ausgefallen. Marktbeobachter sahen in der falkenhaften Zinsanhebung folglich ein Signal dafür, dass die Fed trotz des Drucks aus der Trump-Regierung weiter unabhängig agiert.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,20 3,17 0,03 -9 5 Jahre 3,45 3,39 0,06 9 10 Jahre 3,73 3,68 0,05 21 30 Jahre 4,07 4,06 0,01 23
spa/rst