ROUNDUP: DGB warnt vor AfD - und protestiert gegen Regierung
DGB-Chefin Yasmin Fahimi wirft der Bundesregierung eine falsche Ausrichtung vor und warnt vor einem Ruin Deutschlands im Fall einer AfD-Regierung. Unter dem Motto "Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente." sollen laut DGB am 26. September in 15 Großstädten Kundgebungen gegen den Regierungskurs stattfinden, darunter in Berlin, Leipzig, Hannover, Frankfurt/Main und Stuttgart.
Die Regierung plane Verschlechterungen bei Arbeit, Rente und Gesundheit, sagte Fahimi der "Rheinischen Post". Bei dem Aktionstag wolle der DGB den "Ärger auf die Straße bringen". "Leider ist die Grundausrichtung falsch: zu wenig Wachstum und Industriepolitik, zu viele Sozialkürzungen", sagte die DGB-Chefin. "Das kann man nicht schönreden", so Fahimi auf die Frage, ob solche Proteste die politische Lage nicht zusätzlich destabilisierten.
"Die Sorge um den Wirtschaftsstandort ist berechtigt, die Schlussfolgerung des DGB ist es nicht", kritisierte BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter. "Wer Wachstum und sichere Arbeitsplätze will, muss notwendige Reformen unterstützen." Es brauche starke Gewerkschaften. Doch Stärke zeige sich am Verhandlungstisch - nicht auf der Straße.
"AfD schürt Hass und spaltet Gesellschaft"
Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich Fahimi außerdem besorgt über einen möglichen Wahlsieg der AfD. "Die AfD ist eine Partei mit rechtsextremen bis faschistischen Tendenzen, sie schürt Hass und spaltet die Gesellschaft", sagte Fahimi. "Ihr Wirtschaftsprogramm würde Deutschland ruinieren." Ein Rückzug aus der EU, wie von der AfD angestrebt, würde "Hunderte Betriebe und Tausende gute Industriearbeitsplätze" kosten.
Fahimi forderte die Regierung unter anderem zu einer Senkung von Strom- und Mineralölsteuer auf. "Von einem Aufschwung würde ich noch nicht sprechen." Die Entwicklung müsse durch Wirtschafts- und Industriepolitik verstetigt werden./bw/DP/stk
AXC0150 2026-09-18/14:00