CDU-Kandidat Evers vor der Wahl: Alles bleibt möglich
Drei Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus hat CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers vor einer von den Linken geführten Regierung gewarnt. "Diese Stadt der Freiheit darf nicht in die Hände von Extremisten, von extremen politischen Parteien fallen, von Parteien, die Judenhass offen in ihren Reihen dulden", sagte er bei einer gemeinsamen Wahlkampf-Veranstaltung mit Bundeskanzler Friedrich Merz in der CDU-Parteizentrale in Berlin.
Evers attackierte die Linken wegen ihrer Forderung nach einer Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. "Massenenteignungen" hätten nichts anderes als höhere Mieten zur Folge. Denn dann wolle niemand mehr dringend benötigte Wohnungen bauen. "Das zeigt, wie die Linke in dieser Stadt tickt", so Evers. Sie schüre Angst und nutze Nöte von Menschen dann für sich aus.
CDU will weiterregieren
Evers sieht seine Partei als Garanten einer stabilen Mitte. In der Koalition mit der SPD sei seit 2023 viel für die Stadt erreicht worden. Berlin sei damals eine "Lachnummer der Nation" gewesen, weil nichts funktioniert habe. Heute bekämen die Bürger rasch Termine beim Bürgeramt, es sei mehr Polizei auf der Straße und bei der Bildung gebe es Fortschritte.
"Natürlich ist noch nicht alles gut", so Evers. Aber: "In dieser Stadt ist und bleibt alles möglich, und zwar auch im besten Sinne." Die Berliner CDU wolle nach der Wahl am Sonntag "ein noch besseres Kapitel für Berlin aufschlagen", betonte der Finanzsenator.
Merz lobt Evers
"Mit einem solchen Regierenden Bürgermeister können wir alle weiter stolz sein auf unsere Hauptstadt", sagte Merz. Mit Evers bestehe eine gute Chance, dass die Hauptstadt weiter gut geführt werde. Das sei auch deshalb wichtig, weil Berlin in die ganze Welt ausstrahle, etwa mit seinen Kulturangeboten.
An der nicht öffentlichen Veranstaltung, der einzigen mit dem auch innerparteilich angeschlagenen Kanzler im Berliner Wahlkampf, nahmen rund 150 Parteimitglieder teil. Evers sprach kurz vor Beginn von einer "Motivationsveranstaltung für unsere Wahlkämpfer". "Denn es kommt jetzt wirklich auf jede Stimme an. Berlin steht vor einer Richtungswahl."
In den letzten Wahlumfragen lieferte sich die CDU in Berlin ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Linken. Dahinter liegen AfD und Grüne dicht beieinander, die SPD rangiert abgeschlagen nur auf Platz fünf./kr/DP/zb
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