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Wiener Börse schwächer - ATX verliert 0,61%, RBI-Aktie unter Druck / Aktie der Raiffeisen Bank International verliert fast acht Prozent

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Neu: Weitere Kursbewegungen von Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat sich am Donnerstagvormittag mit einer schwächeren Tendenz präsentiert. Der ATX gab im Frühhandel um 0,61 Prozent auf 6.768,99 Punkte nach. Auf den heimischen Leitindex drückte vor allem der Kursrutsch der Raiffeisen Bank International-Aktie in Höhe von fast acht Prozent auf 59,80 Euro.

Die Nachrichtenagentur Reuters verweist auf die Veröffentlichung eines kritischen Berichts des Leerverkäufers Grizzly Research. Grizzly Research wirft der RBI laut Reuters Fehlverhalten im Zusammenhang mit ihrer russischen Tochterbank vor.

Zudem haben die Analysten der Erste Group ihre Einstufung für die RBI-Aktien von "Accumulate" auf "Hold" zurückgenommen. Das Kursziel wurde hingegen deutlich von 43,0 auf 70,0 Euro erhöht.

Die Experten der Erste Group meldeten sich auch zur Porr-Aktie. Hier haben die Analysten ihr Kursziel für die Papiere von 45,9 auf 42,0 Euro gekürzt. Das Anlagevotum "Accumulate" für die Titel des Baukonzerns wurde gleichzeitig bestätigt. Die Porr-Aktie baute ein Plus von 0,5 Prozent auf 37,20 Euro.

Andritz gewannen 0,7 Prozent. Der steirische Anlagenbauer hat als Teil eines Konsortiums den Zuschlag für die Modernisierung des Wasserkraftwerks Râul Mare Retezat in Rumänien erhalten. Der Auftragswert liege im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Im Technologiebereich gewannen die AT&S-Titel 3,3 Prozent.

An den europäischen Börsen ging es im Frühhandel nach der US-Zinserhöhung am Vorabend hingegen in den positiven Bereich. Die US-Notenbank hat am Vorabend das Leitzinsband um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben und damit den Markterwartungen entsprochen, schreiben die Helaba-Analysten in ihrem Tageskommentar. Ausgemacht war der Zinsschritt nicht, denn Fed-Chef Warsh hatte keine klaren Hinweise auf den geldpolitischen Kurs gegeben.

Dass die Leitzinsen erhöht wurden, ist nach Einschätzung der Experten positiv zu sehen, denn so demonstrieren die Währungshüter Entschlossenheit und vor allem Unabhängigkeit gegenüber der US-Administration, die stets Druck ausübt und eher Zinssenkungen als Erhöhungen wünscht.

ste/ger

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