, APA

Devisen (Früh) - Euro stabilisiert nach deutlichen Vortagesverlusten / Gemeinschaftswährung notiert bei 1,1465 US-Dollar

Der Kurs des Euro hat sich am Donnerstag nach deutlichen Verlusten im Zuge der Zinserhöhung in den USA stabilisiert. In der Früh wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1465 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem Niveau vom Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag deutlich höher auf 1,1537 Dollar festgesetzt.

Am Mittwochabend war der Euro unter Druck geraten, nachdem die US-Notenbank Fed die Leitzinsen erstmals seit dem Sommer 2023 angehoben hatte. Sie wurden um 0,25 Prozentpunkte in die Spanne zwischen 3,75 bis 4,0 Prozent erhöht. Zudem erwarten die Mitglieder des geldpolitischen Rates der Fed angesichts der erhöhten Inflation mindestens eine weitere Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte bis zum Jahresende.

Obwohl US-Präsident Donald Trump vehement eine Zinssenkung gefordert hatte, stimmten die Fed-Mitglieder überraschend einstimmig für die Zinsanhebung. "Dass die Leitzinsen erhöht wurden, ist positiv zu sehen, denn so demonstrieren die Währungshüter Entschlossenheit und vor allem Unabhängigkeit gegenüber der US-Administration", kommentierten Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen.

Im weiteren Tagesverlauf dürften sich die Anleger am Devisenmarkt wieder stärker auf Konjunkturdaten konzentrieren. Sie dürften dabei vor allem US-Daten im Blick haben, die am Nachmittag erwartet werden. Auf dem Programm stehen unter anderem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die bisher keine Schwäche am Arbeitsmarkt erkennen lassen.

ste

 ISIN  EU0009652759  EU0009652759
Copyright APA. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet.