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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow und S&P 500 im Minus nach Zinsentscheid

Die erste US-Leitzinserhöhung seit über drei Jahren hat die Standardwerte-Indizes an New Yorks Börsen am Mittwoch etwas unter Druck gesetzt. Dagegen kam auch der deutliche Rückgang der zuletzt stark gestiegenen Ölpreise nicht an, der die Kurse davor gestützt hatte.

Am heftigsten traf es den Leitindex Dow Jones Industrial , der den anderen Indizes schon zuvor hinterhergehinkt war: Er büßte letztlich 1,21 Prozent auf 51.461,90 Punkte ein. Der marktbreite S&P 500 rutschte ins Minus und schloss 0,45 Prozent tiefer mit 7.551,81 Punkten. Am besten behauptete sich der technologielastige Nasdaq 100 , der ein Plus von 0,02 Prozent auf 28.945,06 Punkte ins Ziel rettete. Er hatte sich schon vor dem Zinsentscheid am robustesten gezeigt.

Die Anleger hatten die Anhebung der Zinsspanne um 0,25 Prozentpunkte auf nun 3,75 bis 4,00 Prozent weithin erwartet. Als bemerkenswert bezeichnete Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners indes das einstimmige Votum der Fed-Mitglieder. Die Notenbank sende damit ein Zeichen der Entschlossenheit gegenüber US-Präsident Donald Trump, dem diese Entscheidung "sicherlich nicht gefallen wird".

Ökonom Stephen Brown vom Makroforschungsunternehmen Capital Economics hob Aussagen des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh hervor, die eine weitere Zinsanhebung bis zum Jahresende signalisieren. Er selbst gehe unverändert davon aus, dass die Währungshüter schon früh im kommenden Jahr ein drittes Mal die Zinsen anheben dürften. Steigende Zinsen schmälern tendenziell die Attraktivität risikobehafteter Wertpapiere wie Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Anlagen wie Anleihen.

Am US-Aktienmarkt stand einmal mehr das Trendthema Künstliche Intelligenz (KI) im Fokus. Noch zu Wochenanfang hatten Warnungen aus der Branche vor einer zu schnellen Entwicklung der KI-Technologie und damit einhergehenden Sicherheitsbedenken für Verunsicherung gesorgt. Inzwischen haben sich die Gemüter aber wieder beruhigt.

Die Analysten der Bank Citigroup wiesen zur Wochenmitte darauf hin, dass KI-Entwickler grundsätzlich die Sicherheit und Ausrichtung von Künstlicher Intelligenz als einen rechenintensiven Prozess betrachteten. Das bedeutet, dass Sicherheitsbedenken die Nachfrage nach Rechenleistung eher steigern als verringern könnten.

Vor diesem Hintergrund blieben die Titel der für KI wichtigen Halbleiterbranche gefragt. Für Intel ging es um vier Prozent nach oben. Börsianer verwiesen hier zudem auf Berichte, wonach SK Hynix mit Intel beim Bau von Chips in den USA zusammenarbeiten könnte. Der südkoreanische Halbleiterhersteller teilte als Reaktion auf die Nachrichten mit, dass man aktuell Möglichkeiten prüfe, die eigene globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Aktien der Branchenkollegen Marvell Technology und AMD legten um 3,6 und 1,7 Prozent zu. Nvidia verteuerten sich um 0,8 Prozent.

Die Papiere von JB Hunt sackten indes um 13,3 Prozent ab. Das Transport- und Logistikunternehmen hatte auf einer Konferenz der Bank Morgan Stanley auf steigende Kosten hingewiesen und eine für den Konzern seltene Gewinnwarnung ausgesprochen.

Die angekündigten Verschiebungen von Testläufen für das Flugzeugmodell 777X brockten Boeing einen Kursrutsch von 3,7 Prozent ein. Damit markierten die Aktien ein Tief seit Ende März. Das Minus im bisherigen Jahresverlauf beträgt sieben Prozent, was für Boeing einen der hinteren Plätze im Dow bedeutet. Dass der Airbus -Rivale dennoch bekräftigte, die Auslieferung des lange verzögerten Modells planmäßig im nächsten Jahr aufnehmen zu wollen, half dem Kurs nicht./gl/nas

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0300 2026-09-16/22:34

Relevante Links: SK hynix, Inc., Advanced Micro Devices Inc., Boeing Company, Intel Corporation, Marvell Technology Inc., Airbus SE, NVIDIA Corporation, JB Hunt Transport Services Inc.

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